Nvidia liefert einmal mehr Quartalszahlen ab, die selbst gewagteste Marktprognosen spürbar pulverisieren. Die jüngsten Rekorddaten katapultierten das Papier im nachbörslichen Handel direkt um mehr als vier % nach oben. Marktbeobachter staunten nicht schlecht, als die Aktie überraschend stark bis auf 219,53 Dollar kletterte, nachdem der reguläre Handel zuvor bei 209,66 Dollar geschlossen hatte.

Megaboom dank KI

Für echtes Aufsehen sorgte vor allem der beispiellose Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2028 stellt der US-Tech-Gigant ein fettes Umsatzwachstum von 70 % in Aussicht. Das drängt klassische Debatten über Aktienrückkäufe oder Preisgestaltungen komplett in den Hintergrund. Branchenexperten wie Bernstein-Analyst Stacy Rasgon betonen erfreut, dass diese optimistische Perspektive einem zusätzlichen Umsatzvolumen von astronomischen 200 Milliarden Dollar entspricht.

Der Flaschenhals Speicherchips

Trotz der Rekorde bremst ein spürbarer Faktor das maximale Potenzial: die knappe Verfügbarkeit von Spezial-Speicherchips. Firmenchef Jensen Huang stellt klar, dass Nvidia ohne diese lästigen Engpässe noch weitaus schneller wachsen könnte. Der rasche Ausbau zusätzlicher Kapazitäten genießt daher ab sofort oberste Priorität im Konzern, um die enorme Nachfrage der Kunden weltweit bedienen zu können.

Kursziele schießen durch die Decke

Die Wall Street reagiert prompt auf diese Demonstration der Stärke und schraubt die Kursziele kräftig nach oben. Bernstein Research erhöht von 315 auf 400 Dollar, während Goldman Sachs das Ziel auf 300 Dollar anhebt und das „Buy“-Rating felsenfest untermauert. Noch optimistischer zeigt sich Raymond James mit fulminanten 515 Dollar. Analyst James Schneider sieht die Bullen vollauf bestätigt und den Weg für eine deutliche Outperformance geebnet. Das Analystenlager zeigt sich ohnehin geschlossen: Beachtliche 79 von 82 bei Bloomberg gelisteten Experten raten unverändert zum Kauf.