Am 26. August 2026 richtet sich der Blick auf Nvidia. Dann veröffentlicht der Halbleiterkonzern die Ergebnisse für das zweite Quartal und hält zugleich seine Hauptversammlung ab. Im Mittelpunkt steht der angekündigte Quartalsumsatz von 91 Milliarden Dollar. Neben den Geschäftszahlen wird entscheidend sein, wie sich die verschiedenen Wachstumsinitiativen entwickeln und welchen Beitrag sie für das weitere Geschäft leisten. Die Börsen sind aktuell recht zuversichtlich. Kleine Gewinne brachten den Titel am Donnerstag auf rund 190 Euro, knapp unterhalb der charttechnisch wichtigen 200 Euro-Marke.
Nvidia: Neue Modelle könnten helfen
Die Börsen honorieren neue Ideen und Projekte: Neue Umsatzbeteiligungsmodelle für Cloud-Anbieter ergänzen das bisherige Erlösmodell, während Kooperationen mit Unternehmen wie Safe Superintelligence zusätzliche Anwendungsfelder erschließen. Hinzu kommen Investitionen in neue Prozessorarchitekturen und Technologien für autonomes Fahren. Damit entwickelt der Konzern seine Plattform über den klassischen Verkauf von Grafikprozessoren hinaus weiter.
Auch beim Ausbau großer KI-Infrastrukturen bleibt Nvidia gefragt. SpaceX plant, seine Rechenkapazität von etwas mehr als 2 Gigawatt auf nahezu 10 Gigawatt auszubauen und dabei auf die Vera-Rubin-Plattform des Unternehmens zu setzen. Das Projekt umfasst Grafikprozessoren, Prozessoren, Software und Netzwerktechnik. Die Entscheidung gilt als Signal dafür, dass sich Betreiber großer Rechenzentren zunehmend für komplette Technologielösungen anstelle einzelner Komponenten entscheiden.
Neben den o.g. Fortschritten sorgt vor allem die mögliche Zusammenarbeit mit OpenAI für Diskussionen. Nach Berichten spricht Nvidia über Kreditgarantien von bis zu 250 Milliarden Dollar für Rechenzentrums-Mietverträge des KI-Unternehmens. Zusätzlich wird geprüft, ob der Kauf eigener Grafikprozessoren finanziell unterstützt werden könnte. Analysten von Bernstein sehen darin das Risiko einer zirkulären Finanzierung, weil Absatz und Finanzierung enger miteinander verknüpft würden. Bislang befinden sich diese Überlegungen jedoch weiterhin im Prüfstadium. Der Markt wartet nur noch auf gute Zahlen am 26.8. und kritisiert die Entwicklung kaum.
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