Genau ein Jahr nach seinem 52-Wochen-Tief notiert Nvidia heute auf einem ganz anderen Niveau. Der Kurs stieg am Freitag um rund fünf Prozent auf 209,99 Dollar — und hievte die Marktkapitalisierung damit erstmals in der Unternehmensgeschichte auf fünf Billionen Dollar.
Intels Zahlen als Katalysator
Auslöser der Rallye war ein unerwarteter Impuls aus dem Lager der Konkurrenz: Intels Quartalsergebnisse übertrafen die Erwartungen beim CPU-Absatz deutlich. Das veränderte die Stimmung im gesamten Halbleitersektor. Investoren schlussfolgern zunehmend, dass KI-Inferenz — also das Ausführen trainierter Modelle für Nutzeranfragen — klassische Prozessoren wieder stärker ins Spiel bringt, neben den bisher dominierenden Grafikchips.
Der Sog erfasste die gesamte Branche. AMD legte 14 Prozent zu, Arm stieg um mehr als 13 Prozent. Nvidia war in absoluten Dollar-Beträgen der größte Einzelgewinner des Tages.
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Vera-CPU und der Vorstoß in Intels Revier
Nvidia treibt dabei eine eigene CPU-Strategie voran. Nach dem Grace-Chip aus 2023 stellte das Unternehmen auf der GTC-Konferenz 2026 den „Vera“-Prozessor vor. Er basiert auf dem hauseigenen „Olympus“-Kern und setzt auf sogenanntes Spatial Multithreading — eine Architektur, die laut Unternehmensangaben die doppelte Effizienz gegenüber klassischen x86-Prozessoren bei KI-Aufgaben erzielen soll.
Das Ziel dahinter ist klar: Durch die Kombination eigener CPUs und GPUs in sogenannten Superchips will Nvidia Datenflaschenhälse in KI-Rechenzentren beseitigen — und dabei weniger abhängig von Drittanbietern werden.
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Atomkraft, Google und der Energiehunger der KI
Neben der Hardware-Expansion baut Nvidia sein Partnernetzwerk aus. Mit Google laufen Kooperationen im Bereich agentischer und physischer KI, die auf autonome Systeme für komplexe Unternehmensaufgaben abzielen. Den enormen Strombedarf moderner KI-Rechenzentren will Nvidia gemeinsam mit dem Kernkraftspezialisten Oklo adressieren — ein Schritt, der langfristige Planungssicherheit für den Absatz energieintensiver Blackwell- und B300-GPU-Cluster schaffen soll.
Quartalszahlen am 20. Mai
Im Geschäftsjahr 2026 erzielte Nvidia im vierten Quartal einen Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft allein wuchs um 75 Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar. Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt das Management 78 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht.
In Euro gerechnet notiert die Aktie aktuell bei 172,96 Euro — rund 85 Prozent über dem Tief vom vergangenen April und knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der nächsten zwölf Monate liegt bei etwa dem 40-Fachen, was die Bewertung anfällig für Enttäuschungen macht. Am 20. Mai legt Nvidia die Quartalszahlen vor — dann entscheidet sich, ob die Umsatzprognose von 78 Milliarden Dollar hält oder ob der Kurs erneut unter Druck gerät.
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