Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen, die Aktie fällt trotzdem. Oatly steckt in einer schwierigen Marktphase – und die Analysten sind gespalten.

Sechs Analysten haben Oatly zuletzt bewertet. Das Ergebnis: ein vorsichtiges „Halten“. Die Empfehlungen verteilen sich auf ein „Verkaufen“, zwei „Halten“ und drei „Kaufen“. Eine klare Richtung fehlt.

Zahlen lügen nicht – fast

Das erste Quartal brachte überraschend gute Zahlen. Der Verlust je Aktie belief sich auf 0,38 Dollar. Analysten hatten mit 0,90 Dollar Marge gerechnet. Der Umsatz lag mit 228,33 Millionen Dollar ebenfalls über den Prognosen von 214,61 Millionen Dollar.

Trotzdem: Die Aktie notiert aktuell bei 7,22 Euro – ein Minus von 0,55 Prozent am Dienstag. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 6,92 Euro beträgt nur 4,34 Prozent. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie knapp 15 Prozent.

Insider verkaufen – Steuer, nicht Misstrauen

Ein genauerer Blick auf die jüngsten Insider-Transaktionen: Senior Vice President Broadbent verkaufte im Juni 7.820 Aktien zu 8,95 Dollar. Chief Operating Officer Lind trennte sich von 2.968 Papieren zu 8,96 Dollar.

Die Käufer? Keine. Laut Pflichtmitteilung dienten die Verkäufe der Steuerbegleichung im Rahmen von Aktienvergütungen. Für Anleger also kein Alarmzeichen, aber auch kein Vertrauensbeweis.

Ausblick: Kosten im Fokus

Institutionelle Anleger halten rund 68 Prozent der Aktien – ein hoher Wert. Die jährliche Volatilität liegt bei knapp 60 Prozent. Das macht Oatly zur Zitterpartie.

Die entscheidende Frage ist, ob das Unternehmen das Umsatzwachstum beschleunigen kann – ohne dass die Kosten davonlaufen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Oatly die Trendwende schafft.