Innerhalb weniger Tage hat Ocugen eine zweite große Investmentbank als Unterstützer gewonnen. Canaccord Genuity initiierte die Abdeckung mit einem Kaufrating und einem Kursziel von 12 US-Dollar — das entspricht einem implizierten Aufwärtspotenzial von rund 390 Prozent gegenüber dem Stand von Mitte März.
Wachsender Analysten-Konsens
Analyst Whitney Ijem von Canaccord begründet die bullishe Einschätzung mit der Pipeline aus AAV-Gentherapie-Kandidaten für Netzhauterkrankungen. Die bisherigen Daten über alle drei klinischen Programme hinweg bewertet die Bank als „interessant“ und sieht die für das dritte Quartal 2026 erwarteten Daten als potenzielles „De-Risking-Event“.
Die Einschätzung reiht sich in eine Serie positiver Analystenmeldungen ein. Oppenheimer hatte am 11. März mit einem Outperform-Rating und einem Kursziel von 10 Dollar initiiert, Chardan Capital hält seit Anfang März an einem Kaufrating mit Ziel 7 Dollar fest. Über fünf Analysten hinweg liegt das durchschnittliche Kursziel bei 9,60 Dollar, mit einer Spanne von 7 bis 15 Dollar.
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Klinische Meilensteine als Treiber
Der Auslöser für die wachsende Analystenaufmerksamkeit ist greifbar: Anfang März meldete Ocugen den Abschluss der Patientenrekrutierung für die Phase-3-Studie liMeliGhT zu OCU400 mit 140 eingeschlossenen Patienten. Topline-Daten werden für das erste Quartal 2027 erwartet, eine rollende BLA-Einreichung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Die Europäische Arzneimittelagentur hat die US-Studie zudem für eine Zulassungseinreichung akzeptiert.
Beim OCU410-Programm für geografische Atrophie zeigte eine vorläufige 12-Monats-Auswertung der Phase-2-Studie ArMaDa eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums bei einer 50-prozentigen Ansprechrate — ohne schwerwiegende Sicherheitsereignisse. Der vollständige Datensatz dieser Studie wurde für März 2026 erwartet. Für OCU410ST bei Stargardt-Erkrankung stehen Interimsdaten im dritten Quartal 2026 an.
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Finanzielle Lage bleibt angespannt
Trotz klinischer Fortschritte bleibt die Bilanz ein kritischer Faktor. Ocugen verzeichnete für das Gesamtjahr 2025 einen Nettoverlust von 67,8 Millionen Dollar bei einem Umsatz von lediglich 4,4 Millionen Dollar, der überwiegend aus Lizenzvereinbarungen stammte. Zum Jahresende lagen die liquiden Mittel bei 18,6 Millionen Dollar. Eine Kapitalerhöhung über 22,5 Millionen Dollar im Januar 2026 verlängert die Finanzierungsreichweite bis ins vierte Quartal 2026 — bei vollständiger Ausübung ausstehender Warrants potenziell bis ins zweite Quartal 2027. Das negative Eigenkapital von 12,2 Millionen Dollar und der enge Finanzierungspuffer bedeuten: Jeder klinische Rückschlag könnte verwässernde Kapitalmaßnahmen erzwingen.
Institutionelle Investoren scheinen das Risiko-Ertrags-Profil dennoch attraktiv zu finden. Vanguard und Millennium Management haben ihre Positionen im vierten Quartal 2025 trotz der angespannten Bilanz deutlich aufgestockt. Mit dem vollständigen ArMaDa-Datensatz unmittelbar bevorstehend und den OCU410ST-Interimsdaten zur Jahresmitte wird sich zeigen, ob die wachsende Wall-Street-Überzeugung auf einem soliden klinischen Fundament steht.
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