Ein Vorstandsmitglied setzt ein klares Zeichen: Director Zhang Junge wandelte am 1. April 194.134 Aktienoptionen in Stammaktien um — zu Ausübungspreisen zwischen 0,46 und 1,42 US-Dollar je Aktie. Nach der Transaktion hält er direkt 1.359.316 Ocugen-Aktien. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Das Unternehmen nähert sich dem ersten FDA-Einreichungsverfahren seiner Geschichte.
Finanzierung gesichert, Zulassungsuhr läuft
Ocugen hat in den vergangenen Monaten seine Liquiditätsbasis deutlich ausgebaut. Im März 2026 übte ein institutioneller Investor Warrants aus und erwarb 10 Millionen Aktien — das spülte 15 Millionen US-Dollar in die Kasse. Bereits im Januar hatte eine von RTW Investments geführte Kapitalmaßnahme weitere 22,5 Millionen US-Dollar eingebracht. Das Management geht davon aus, dass die verfügbaren Mittel den Betrieb bis ins erste oder zweite Quartal 2027 sichern. Werden die verbleibenden Warrants vollständig ausgeübt, könnte die Liquidität bis Mitte 2027 reichen.
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Parallel läuft die regulatorische Uhr. Den rollierenden BLA-Antrag für das Gentherapieprogramm OCU400 — entwickelt gegen Retinitis pigmentosa — plant Ocugen für das dritte Quartal 2026 einzureichen. Die Patientenrekrutierung für die Phase-3-Studie liMeliGhT ist abgeschlossen. Topline-Daten werden für das erste Quartal 2027 erwartet. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die US-Studie bereits als Grundlage für einen europäischen Zulassungsantrag akzeptiert — ein potenziell doppelter Verwertungsweg aus einer einzigen Pivotalstudie.
Pipeline auf Kurs, Verluste steigen
Auch die weiteren Programme halten den Zeitplan. Für OCU410ST wurden 63 Patienten in weniger als neun Monaten in die GARDian3-Studie aufgenommen. Eine Zwischenauswertung ist für Q3 2026 geplant, der BLA-Antrag für Mitte 2027 vorgesehen. Für OCU410, das auf geografische Atrophie abzielt, soll im dritten Quartal 2026 eine Phase-3-Studie mit bis zu 300 Patienten starten. Das übergeordnete Ziel: drei BLA-Einreichungen bis 2028.
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Den Fortschritten stehen erhebliche Kosten gegenüber. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Ocugen einen Nettoverlust von 67,8 Millionen US-Dollar — davon entfielen 39,8 Millionen auf Forschung und Entwicklung. Mit dem Fortschreiten der klinischen Programme dürften diese Ausgaben weiter steigen. Zusätzlich läuft vor dem Delaware Court of Chancery ein Verfahren zur Erhöhung des genehmigten Aktienkapitals von 295 auf 390 Millionen Aktien, das künftige Kapitalmaßnahmen erleichtern würde.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert der Quartalsbericht für Q1 2026, der im Mai erscheinen soll. Er wird aktualisierte Ausgabenzahlen und Zeitpläne für alle drei klinischen Programme enthalten.
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