Morgen landet die Artemis-II-Kapsel im Pazifik — und mit ihr rückt ein Prüfstein für OHB ins Rampenlicht. Der Bremer Raumfahrtkonzern hat Technologie an Bord der Mission, und ein reibungsloser Abschluss dürfte die Glaubwürdigkeit des Unternehmens für künftige NASA-Aufträge stärken. Die Besatzung hat beim Mondumschwung am Montag mit 252.756 Meilen bereits einen neuen Rekord aufgestellt — mehr als Apollo 13 je erreichte.
Solide Zahlen, ambitionierte Ziele
Unabhängig davon präsentiert sich OHB operativ in starker Verfassung. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Gesamtoutput um 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 84 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 3,19 Milliarden Euro einen historischen Höchststand — rund 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Beim Capital Market Day im Januar hob das Management die Mittelfristziele an. Für 2026 peilt OHB einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro an, für 2027 bereits 1,7 Milliarden. Ab 2028 soll die Marke von 2 Milliarden Euro fallen. Zusätzlich Gewicht erhält diese Wachstumsstory durch den jüngsten Auftrag von OHB Sweden: 248 Millionen Euro für 20 Kleinsatelliten im Rahmen des EUMETSAT Polar System – Sterna-Programms — der größte Satelliten-Einzelauftrag in der Geschichte der schwedischen Raumfahrt.
Kartellamt-Prüfung als Bremsklotz
Auf der anderen Seite lastet eine regulatorische Unsicherheit auf dem Kurs. Das Bundeskartellamt prüft das geplante Gemeinschaftsunternehmen zwischen OHB und Rheinmetall Digital für das Bundeswehr-Kommunikationsnetzwerk SATCOMBw Stufe 4 — ein Projekt mit einem geschätzten Gesamtwert zwischen 8 und 10 Milliarden Euro. Die Unsicherheit über den Zeitplan hatte zeitweise einen Kursrückgang von über neun Prozent ausgelöst. Solange die Behörde keine Entscheidung fällt, bleibt dieses Projekt der dominierende Kursfaktor.
CEO Marco Fuchs hat unterdessen klargestellt, dass ein Delisting nicht zur Debatte steht. Die Börsennotierung sichere Transparenz, Kundenvertrauen und den Zugang zu Kapital für weiteres Wachstum. Am 7. Mai folgen die Q1-Zahlen — dann zeigt sich, wie schnell sich der Rekordauftragsbestand in konkrete Erträge übersetzt.
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