Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB sitzt auf einem gewaltigen Auftragsbestand von über drei Milliarden Euro. Wenn das Management heute den testierten Jahresabschluss für 2025 vorlegt, blicken Investoren allerdings weniger auf das rasante Umsatzwachstum. Im Zentrum steht vielmehr die fundamentale Frage, ob die operative Stärke ausreicht, um die immensen Vorabinvestitionen für anstehende Mega-Projekte aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren.
Starke Zahlen, teures Wachstum
Die Vorzeichen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind vielversprechend. In den ersten neun Monaten kletterte die Gesamtleistung bereits um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilte der Vorstand zuletzt 1,2 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von neun Prozent an. Ein derartiges Tempo fordert jedoch seinen Tribut in der Bilanz. Die geplante Satelliten-Serienfertigung zwingt das Unternehmen zu massiven Vorabinvestitionen. Marktbeobachter prüfen die heutige Vorlage daher detailliert auf belastbare Liquiditätszuflüsse.
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Bis 2028 will OHB die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro knacken. Den Rückenwind für diese ehrgeizige Prognose liefern steigende Verteidigungsbudgets und konkrete Großprojekte. Drei Faktoren stützen die mittelfristige Planung:
- MT Aerospace: Vollständige Konsolidierung der Tochtergesellschaft inklusive der Erlöse aus 18 fest gebuchten Ariane-6-Starts für Amazon.
- RAMSES-Mission: ESA-Vertrag über 150 Millionen Euro Gesamtvolumen für eine Asteroiden-Sonde mit lediglich 3,5 Jahren Entwicklungszeit.
- SATCOMBw Stufe 4: Geplantes unabhängiges Satellitennetzwerk (100 bis 200 Satelliten) mit einem geschätzten Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro.
Strategische Weichenstellungen
Besonders das militärische Kommunikationsnetz SATCOMBw birgt enormes Potenzial. Eine erfolgreiche Vergabe in den kommenden Monaten würde die Dimensionen des Bremer Konzerns grundlegend verändern. OHB würde in einem Konsortium mit Rheinmetall die Satellitenfertigung und das Engineering übernehmen. Um für eine mögliche Serienproduktion gerüstet zu sein, erweiterte das Unternehmen bereits im vergangenen Oktober die eigenen Kapazitäten durch ein neues Werk im sächsischen Schöneck.
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Solche langfristigen Perspektiven erklären, warum die Eigentümerstruktur unverändert eng bleibt. Die Gründerfamilie Fuchs und der Investor KKR halten das Unternehmen mit einem Anteil von zusammen 94 Prozent fest im Griff. Ein Rückzug von der Börse steht laut Management aktuell nicht zur Debatte, der geringe Streubesitz von 5,7 Prozent sorgt aber weiterhin für eine enge Marktsituation.
Die heutigen testierten Zahlen zum Jahresabschluss 2025 liefern den fundamentalen Beweis, ob die ehrgeizige Wachstumsstrategie finanziell auf einem soliden Fundament steht. Übersetzt OHB die hohen Auftragsbestände erfolgreich in steigende Margen und robuste Cashflows, festigt der Konzern seine Verhandlungsposition für die anstehende Vergabe des SATCOMBw-Projekts.
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