OHB hat sein eigenes Jahresziel bereits im vierten Quartal 2025 übertroffen — und das, bevor 2026 überhaupt begonnen hat. Mit einer EBITDA-Marge von 11,6 Prozent im Schlussquartal liegt der Raumfahrtkonzern vor dem eigenen Zeitplan. Gleichzeitig deutet sich mit dem SATCOMBw-4-Konsortium ein Auftrag an, der OHBs Wachstumsstory fundamental verändern könnte.
Rekordbestand und starke Zahlen
Der Gesamtumsatz stieg 2025 von 1,03 auf 1,25 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 125,6 Millionen Euro, das bereinigte EBIT auf 84,0 Millionen Euro. Noch markanter: Der Auftragsbestand sprang von 2,38 auf 3,19 Milliarden Euro — ein neuer Höchstwert, davon allein 2,51 Milliarden Euro im Segment Space Systems.
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Das Analysehaus NuWays reagierte prompt. Es hob das Kursziel von 260 auf 272 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Für 2026 erwartet NuWays einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 10,7 Prozent — bewusst konservativ kalkuliert, um Quartalsschwankungen einzupreisen.
Das Verteidigungssegment als eigentlicher Treiber
Das Verteidigungsgeschäft macht bislang nur rund 10 Prozent des Konzernumsatzes aus. Genau darin sehen die NuWays-Analysten das größte Hebelpotenzial: Wenn die militärischen Aufträge in den nächsten zwei Jahren hochskalieren, halten sie eine EBITDA-Marge von über 12 Prozent für realistisch.
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Das konkreteste Signal kommt vom Bundeswehr-Projekt SATCOMBw 4. Airbus, OHB und Rheinmetall planen offenbar ein gemeinsames Konsortium für ein LEO-Kommunikationsnetzwerk mit mehr als 100 Satelliten und einem Auftragsvolumen von 8 bis 10 Milliarden Euro. OHBs Arbeitsanteil würde durch Airbus zwar kleiner ausfallen, die Vergabechancen des Konsortiums aber deutlich steigen. NuWays schätzt ein Drittel als realistischen OHB-Anteil — was kumulierte Auftragseingänge zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro bedeuten würde. Am 20. März meldete OHB zudem ein Fusionskontrollverfahren für ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Rheinmetall Digital GmbH an.
Mittelfristig peilt das Unternehmen 1,7 Milliarden Euro Umsatz und 12 Prozent EBITDA-Marge für 2027 an, ab 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen. Rückenwind liefern das ESA-Budget von 22,3 Milliarden Euro bis 2028 und steigende europäische Verteidigungsausgaben. Am 7. Mai folgen die Q1-Zahlen — der erste Test, ob die starke Margenentwicklung des Schlussquartals kein Einmaleffekt war.
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