OHB Aktie: Serienfertigung zahlt sich aus

Der Raumfahrtkonzern OHB meldet einen historischen Auftragsbestand von 3,19 Mrd. Euro und hebt seine Umsatz- und Margenziele für die kommenden Jahre an.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordauftragsbestand erreicht 3,19 Milliarden Euro
  • Umsatz stieg 2025 um 21 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro
  • EBITDA-Marge übertrifft Jahresziel bereits 2025
  • Neuer Großauftrag über 248 Mio. Euro für Kleinsatelliten

OHB hat 2025 den Beweis angetreten, dass der Wandel vom Einzelsatellitenbauer zum Serienfertigungskonzern mehr als eine Absichtserklärung ist. Rekordauftragsbestand, angehobene Prognose und ein frischer 248-Millionen-Auftrag — die Bremer liefern operative Substanz.

Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT erreichte 84 Millionen Euro. Noch aussagekräftiger ist der feste Auftragsbestand: Mit 3,19 Milliarden Euro markiert er einen historischen Höchststand — rund 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Ariane 6 und EPS-Sterna als Wachstumsstützen

Ein stabiler Umsatzbaustein ist das Ariane-6-Programm. Die vollständig konsolidierte Tochter MT Aerospace hält einen zehnprozentigen Arbeitsanteil am Gesamtprogramm und fertigt Tanks sowie Strukturkomponenten. Für verlässliche Auslastung sorgt Amazons Festbuchung von 18 Starts — der größte kommerzielle Vertrag in der Geschichte von Arianespace.

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Kurz vor der Jahresergebniskonferenz sicherte sich OHB Sweden einen Folgeauftrag über 248 Millionen Euro für 20 Kleinsatelliten im Rahmen des EUMETSAT Polar System – Sterna. Das Projekt baut direkt auf dem Arctic Weather Satellite auf, den OHB Sweden in nur drei Jahren vom Vertragsabschluss bis zum Start realisierte. Das zeigt, was das neue Serienmodell leisten soll: schneller, skalierbarer, wiederholbar.

Marge übertrifft Jahresziel schon im vierten Quartal

Die bereinigte EBITDA-Marge lag im Schlussquartal 2025 bei 11,6 Prozent — und übertraf damit bereits den eigenen Zielwert für das Gesamtjahr 2026. Das Management hat die Prognose entsprechend angehoben: Für 2026 peilt OHB 1,4 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an, für 2027 bereits 1,7 Milliarden Euro bei 12 Prozent Marge. Ab 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen.

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Rückenwind kommt von außen: Das ESA-Budget für 2026 bis 2028 umfasst 22,3 Milliarden Euro, Deutschland plant zusätzlich 35 Milliarden Euro für militärische Weltrauminfrastruktur. Beides passt direkt in OHBs Auftragsportfolio.

Ein offener Posten bleibt die Kartellamtsprüfung für das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit Rheinmetall Digital im Rahmen des Bundeswehrprojekts SATCOMBw Stufe 4. Solange das Verfahren läuft, fehlt dem Projekt ein verbindlicher Zeitplan. Am 7. Mai legt OHB die Quartalszahlen vor — bis dahin dürfte der Ausgang der Prüfung das bestimmende Kursmotiv bleiben.

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