OHB Aktie: Zahlen gegen Chart

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB meldet Rekordauftragsbestand und historischen Satellitenauftrag, während die Aktie kurzfristig technische Schwäche zeigt. Die Fundamentaldaten bleiben robust.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 3,19 Mrd. Euro
  • Historischer Satellitenauftrag für Arktisbeobachtung unterzeichnet
  • Vollständige Übernahme der MT Aerospace AG abgeschlossen
  • Umsatzziel für 2026 liegt bei 1,4 Milliarden Euro

Starkes Wachstum, voller Auftragsbuch — und trotzdem technischer Gegenwind. OHB präsentiert sich zum Wochenende in einem auffälligen Widerspruch: Die Fundamentaldaten liefern klare Argumente für die Wachstumsstory, während der Chart kurzfristig unter Druck steht.

Rekordauftragsbestand und ein historischer Satellitenauftrag

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für den Bremer Raumfahrtkonzern ausgesprochen stark. Die Gesamtleistung kletterte um rund 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich auf 84,0 Millionen Euro — entsprechend einer EBIT-Marge von 6,7 Prozent.

Besonderes Gewicht hat der Auftragsbestand: Er erreichte zum Jahresende 2025 die Marke von 3,19 Milliarden Euro. Maßgeblich dazu beigetragen hat der im März unterzeichnete EPS-Sterna-Auftrag. Mit einem Volumen von 248 Millionen Euro für den Bau von 20 Kleinsatelliten zur Arktisbeobachtung im Auftrag der EUMETSAT ist es der größte Satellitenauftrag in der Geschichte Schwedens — realisiert von der Tochtergesellschaft OHB Sweden.

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Vollständige MT-Aerospace-Übernahme stärkt die Basis

Ende 2025 übernahm OHB die MT Aerospace AG vollständig und agiert nun als Alleingesellschafter des Augsburger Zulieferers. Der Schritt stärkt die eigene Wertschöpfungskette bei europäischen Trägersystemen wie der Ariane 6 und untermauert den Kurs in Richtung „New Space“. Flankiert wurde die Expansion durch neue Kreditlinien. Ein Delisting der OHB SE ist laut Management nicht geplant — das wurde zuletzt auf dem Capital Market Day im Januar bekräftigt.

Für 2026 peilt der Konzern einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro an. Bis 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen. Ob die jüngsten Großaufträge schnell in messbare Umsatzmeilensteine übersetzt werden, zeigt der Quartalsbericht für Q1 2026 — angekündigt für den 7. Mai 2026. Die ordentliche Hauptversammlung folgt am 24. Juni 2026.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.