OHB Aktie: Zwei Treiber

Der Raumfahrtkonzern OHB fokussiert sich auf das milliardenschwere SATCOMBw-Projekt und profitiert vom Hochlauf der Ariane 6, während die Bilanz für 2025 bevorsteht.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Kooperation mit Rheinmetall für Bundeswehr-Satellitenprojekt
  • MT Aerospace profitiert von kommerziellen Ariane-6-Starts
  • Ambitionierte Umsatz- und Margenziele bis 2028
  • Testierter Jahresabschluss 2025 steht im März an

OHB steuert auf einen wichtigen Termin zu: Heute in zwei Wochen legt der Konzern den testierten Jahresabschluss 2025 vor. Bis dahin stehen zwei Themen im Vordergrund, die die Perspektive für 2026 und darüber hinaus prägen: das mögliche Bundeswehr-Satellitenprojekt SATCOMBw Stufe 4 und der operative Hochlauf der Ariane 6. Wie belastbar ist das Wachstum – und kommt es auch in der Marge an?

Bundeswehr-Projekt: Gespräche mit Rheinmetall

OHB bestätigte Ende Januar per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Im Zentrum steht SATCOMBw Stufe 4, ein Satellitennetzwerk für die Bundeswehr mit geschätzten Projektkosten von bis zu 10 Milliarden Euro.

Geplant ist ein Netzwerk aus 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Anders als bei den Vorgängerstufen mit wenigen geostationären Satelliten setzt das Konzept auf viele Einheiten – technisch vergleichbar mit dem Ansatz großer Satellitenkonstellationen. In der möglichen Arbeitsteilung würde Rheinmetall als Systemhaus die militärische Integration übernehmen, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering liefern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?

Für die industrielle Seite hat OHB bereits Kapazitäten aufgebaut: Im Oktober 2025 übernahm der Konzern ein Werk in Schöneck (Sachsen), um eine mögliche Serienfertigung vorzubereiten. Konkurrenz gibt es ebenfalls: Airbus Defense and Space, Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen 2 und 3, bestätigte Gespräche mit dem Verteidigungsministerium.

Ariane 6: MT Aerospace bringt Rückenwind

Operativ kam im Februar ein wichtiges Signal aus dem Ariane-Programm: Die Ariane 6 absolvierte ihren ersten kommerziellen Flug und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation in den Orbit. Das ist für OHB direkt relevant, weil die Tochter MT Aerospace Tanks und Strukturkomponenten für die Ariane 6 fertigt und einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Programm hat.

Mit dem Start begann zudem die Abarbeitung des laut Quelle größten kommerziellen Vertrags in der Geschichte von Arianespace: Amazon hat insgesamt 18 Starts fest gebucht. Seit Oktober 2025 gehört MT Aerospace vollständig zu OHB – Erträge aus dem Produktionshochlauf fließen damit komplett in die Konzernbilanz.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?

Zahlen, Ziele – und der Termin am 19. März

In den ersten neun Monaten 2025 stieg die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Das EBITDA legte von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro zu. Auf dem Capital Market Day im Januar erhöhte OHB die Ziele: Für 2026 nennt der Konzern 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent. Bis 2028 sollen mehr als 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung sowie EBITDA-Margen von über 12 Prozent erreicht werden.

Strategisch passt dazu die vertikale Integration: OHB übernahm weitere 30 Prozent an der MT Aerospace AG und ist damit alleiniger Anteilseigner. Außerdem wurde die European Moonport Company gegründet, die Mondaktivitäten bündeln soll.

Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 19. März, wenn OHB den testierten Konzernabschluss 2025 auf der Bilanzpressekonferenz und in der Ergebnispräsentation detailliert vorstellt. Dann wird sichtbar, ob die operative Marge bereits mit dem Umsatzwachstum Schritt hält – während parallel das SATCOMBw-Vergabeverfahren über die Perspektive im Verteidigungsbereich mitentscheiden kann.

OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 5. März liefert die Antwort:

Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu OHB SE

Über Dr. Robert Sasse 1717 Artikel

Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

Werdegang und Erfahrung

Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

Philosophie und Ansatz

Dr. Sasse ist überzeugt, dass eine freiheitlich-marktwirtschaftliche Ordnung die Basis für Wohlstand und Innovation ist. Er betrachtet Aktien als einen zentralen Baustein für finanzielle Unabhängigkeit und eine moderne Altersvorsorge. Seine Mission ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu machen und Anlegern die Vorteile eines langfristigen, systematischen Vermögensaufbaus näherzubringen.

Sein Ansatz zeichnet sich durch die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und einem klaren, sachlichen Stil aus. Er legt Wert darauf, Lesern – unabhängig von ihrem Vorwissen – zu helfen, informierte Finanzentscheidungen zu treffen.