OHB hat am Freitag im schwachen Umfeld europäischer Raumfahrt- und Rüstungswerte nachgegeben. Medienberichten zufolge fiel die Aktie mit der Branche, ohne dass ein konkreter unternehmensspezifischer Auslöser genannt wurde. Das Papier verlor 3,4% und schloss bei 192,80 €.

ESA-Auftrag und mögliche Zusammenarbeit

Zu den Unternehmensnachrichten gehört der Auftrag der ESA an die Tochter OHB System AG für die nächste Generation der Sentinel-3-Topographiesatelliten. Laut Börsen-Zeitung umfasst der Auftrag im Copernicus-Programm ein Volumen von über EUR 554 Millionen. Bestandteil ist eine Option auf einen zweiten Satelliten.

Daneben haben OHB SE und Astroscale Holdings Inc. vor rund zwei Wochen eine Absichtserklärung unterzeichnet. Nach Angaben von Astroscale wollen die Unternehmen mögliche Kooperationen bei der Weltraumsicherheit, der Lageerfassung im Weltraum und Dienstleistungen im Orbit prüfen. Einen konkreten Auftrag gaben sie dabei nicht bekannt.

Nach Unternehmensangaben erhielt OHB-Vorstandschef Marco Fuchs zudem den EY Entrepreneur Of The Year 2026 in der Kategorie Innovation.

Weitere Bilder und Quartalszahlen angekündigt

Ein weiteres Thema ist die von OHB System AG für die ESA entwickelte Raumsonde Hera. Nach Angaben von OHB hat sie ihr erstes Bild des Asteroidensystems Didymos gesendet. Die ESA kündigte detaillierte Aufnahmen für den 25. November an.

Für Anleger steht zuvor die Veröffentlichung der Geschäftszahlen an: OHB will am 12. November die Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegen. Damit liegt der nächste angekündigte Termin zur Geschäftsentwicklung vor dem von der ESA genannten Termin für weitere detaillierte Aufnahmen des Asteroidensystems Didymos.