Hohe Gewinnerwartungen treffen auf operative Bremsspuren. Kurz vor der Vorlage der Quartalszahlen hat OMV einen regulatorischen Konflikt abgeräumt. Der Konzern einigte sich mit der österreichischen Energiebehörde E-Control.
Die Regulierer setzten sich durch. OMV muss die staatliche Spritpreisbremse von zehn Cent pro Liter vollständig an die Kunden weitergeben. Der Konzern hatte sich zuvor auf eine Notfallklausel berufen. Er wollte die Gewinnmarge nicht um die geforderten fünf Cent kürzen. Laut einer offiziellen Aussendung akzeptiert OMV nun die Vorgaben. Am Aktienmarkt reagieren Investoren gelassen. Die Aktie notiert aktuell bei 58,35 Euro. Damit steht seit Jahresbeginn ein starkes Plus von gut 20 Prozent auf der Kurstafel.
Belastungen im Tagesgeschäft
Am 30. April präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Sprung beim Gewinn je Aktie. Er soll von 0,44 auf 1,32 Euro steigen. Parallel erwarten Experten einen Umsatz von 7,76 Milliarden Euro.
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Ein Dämpfer bleibt. Der Iran-Krieg drückt die Fördermengen. Die Produktion sank im Vergleich zum Vorquartal auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Unterbrochene Rohölströme verursachen einmalige Absicherungsverluste von rund 100 Millionen Euro. Weitere 150 Millionen Euro belasten das operative Ergebnis im Kraftstoff-Segment. Niedrigere Endkundenmargen und geplante Raffineriestillstände sind der Grund. Die Raffineriemarge brach deutlich ein.
Verschobener Börsengang kostet Dividende
Die Chemiesparte liefert positive Signale. Die Auslastung der europäischen Steamcracker sprang auf 91 Prozent. Ab dem zweiten Quartal erwartet das Management stabile Beiträge aus dem Joint Venture Borouge International. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch.
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Der geplante Börsengang der Borouge Group International rutscht ins Jahr 2027. Das Management begründet den Schritt mit der hohen Marktvolatilität. Für Aktionäre bedeutet das einen spürbaren Einschnitt. Der Dividendenbeitrag des Joint Ventures halbiert sich vorübergehend. Analysten schätzen, dass die Ausschüttung für 2026 um bis zu 70 Cent je Aktie sinkt.
Fokus auf das Schwarze Meer
Mittelfristig stützt sich OMV auf das Erdgasprojekt Neptun Deep. Die Arbeiten im Schwarzen Meer laufen nach Plan. Im Dezember 2026 will das Unternehmen den Aufbau der Anlagen abschließen. Danach starten die Testphase und die Vorbereitung für die Förderung. Im Jahr 2027 soll das Projekt das erste Gas liefern.
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