OMV zahlt am 11. Juni 2026 eine Dividende von 4,40 Euro je Aktie — und verabschiedet sich damit gleichzeitig vom bisherigen System. Ab dem Geschäftsjahr 2026 gilt eine neue Berechnungsbasis. Die erste Ausschüttung nach neuem Muster folgt erst 2027.
Wer die Dividende noch nach altem Modell erhalten will, muss die Aktie spätestens am 7. Juni 2026 im Depot halten. Ab dem 8. Juni handelt die Aktie ex Dividende. Die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 muss der Ausschüttung noch zustimmen.
Neues Modell: BGI als zweite Säule
Das neue Schema kombiniert zwei Quellen. OMV-Aktionäre erhalten künftig 50 Prozent der Dividenden aus der Borouge Group International AG sowie 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows — ohne BGI-Beiträge. Die progressive Basisdividende plus variable Zusatzdividende bleibt bestehen, solange die Verschuldungsquote unter 30 Prozent liegt.
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Borouge Group International ist ein Joint Venture zwischen OMV und XRG, der ADNOC-Tochter. Beide halten je 50 Prozent. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der viertgrößte Polyolefin-Produzent weltweit, mit einer Jahreskapazität von 13,6 Millionen Tonnen. Ab dem zweiten Quartal 2026 erwartet das Management einen BGI-Beitrag von rund 140 Millionen Euro pro Quartal zum OMV-Ergebnis.
Kürzung im laufenden Jahr
Für 2026 gibt es einen Dämpfer. Der BGI-Beitrag zur Dividende fällt zunächst halb so hoch aus wie ursprünglich geplant. Das bedeutet für Aktionäre eine Einbuße von rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie. Das Management begründet dies mit erhöhter Marktvolatilität. Das geplante Börsenlisting von BGI an der Abu Dhabi Securities Exchange verschiebt sich auf 2027.
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Mittelfristig soll BGI zum stabilen Ertragspfeiler werden. Das Management beziffert das Synergiepotenzial auf mehr als 500 Millionen US-Dollar jährlich. Rund drei Viertel davon sollen innerhalb der ersten drei Jahre anfallen.
Starker Kurs trotz schwachem Quartal
Der Aktienkurs hat seit Jahresbeginn rund 26 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 61,05 Euro. Das ist bemerkenswert — denn das erste Quartal 2026 war alles andere als stark. Das EPS von 0,99 Euro verfehlte die Prognose um fast 48 Prozent. Der Umsatz lag mit 5,86 Milliarden Euro rund 24 Prozent unter den Erwartungen. Belastet hat unter anderem die Schließung der Straße von Hormus.
Stabiler zeigte sich der operative Cashflow: Er stieg um 20 Prozent auf 1,624 Milliarden Euro. Kritische Analysten verweisen auf globale Überkapazitäten im Chemiesektor, schwache Raffineriemargen und niedrige Erdgaspreise in Europa als strukturelle Risiken für das neue Modell. Ob OMV die angekündigte Mindestdividende von mehr als einer Milliarde US-Dollar dauerhaft halten kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das Chemieumfeld entwickelt.
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