Onco-Innovations treibt die Entwicklung seines Hoffnungsträgers ONC010 voran. Während die Labordaten überzeugen, braucht das Unternehmen nun finanzielle Ausdauer für den nächsten Schritt.

Der Durchbruch gelang bei der Herstellung des Wirkstoffs A83B4C63. In einem Scale-up-Programm produzierte der Partner Dalton Pharma Services eine Charge von 300 Gramm. Die Reinheit liegt bei 99,3 Prozent. Rückstände von Lösungsmitteln waren nicht nachweisbar.

Dieser PNKP-Inhibitor nutzt eine spezielle Nanopartikel-Verkapselung. Damit will das Unternehmen Krebserkrankungen bekämpfen, die gegen klassische Therapien resistent sind. Die hohe Qualität des Wirkstoffs bildet das Fundament für die anstehenden klinischen Studien.

Finanzspritze für die Forschung

Parallel dazu sichert sich das Unternehmen neue Mittel. Eine Privatplatzierung soll rund fünf Millionen Kanadische Dollar einbringen. Geplant ist die Ausgabe von knapp 6,8 Millionen Einheiten zu je 0,7392 Dollar.

Jede Einheit umfasst eine Aktie und eine Kaufoption für ein weiteres Papier zu 0,90 Dollar. Die Laufzeit dieser Optionen beträgt drei Jahre. Das Geld fließt in die Fertigung und die Weiterentwicklung der SynoGraph-Plattform.

In der Führungsetage gibt es ebenfalls Bewegung. Dave Antony übernimmt ab sofort die Rollen des Finanzvorstands und des Corporate Secretary. Er folgt auf Nico Mah. Antony muss nun die Liquidität steuern, während die präklinischen Aktivitäten anlaufen.

Kurs unter Druck

An der Börse bleibt die Lage angespannt. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,45 Euro. Das entspricht einem Plus von 2,64 Prozent.

Allerdings blicken Anleger auf ein schwieriges Jahr zurück. Seit Januar verlor das Papier rund 48 Prozent an Wert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 1,49 Euro bleibt mit fast 70 Prozent massiv.

Das Unternehmen plant den Abschluss der Finanzierung für den 10. Juli 2026. Sobald die regulatorischen Hürden genommen sind, fließen die Mittel direkt in die Vorbereitung der nächsten Entwicklungsphase.