Innerhalb weniger Tage hat Ondas Holdings gleich mehrere Belastungen auf einmal kassiert. Der Aktienkurs brach heute um mehr als 13 Prozent ein und notiert bei rund 10,16 Euro — das ist der härteste Tagesrückgang seit Monaten.
CEO verkauft für 32 Millionen Dollar
Im Zentrum steht ein massiver Insiderverkauf. CEO Eric Brock trennte sich von knapp 2,4 Millionen Aktien zu einem Durchschnittspreis von 13,43 Dollar. Das ergibt einen Erlös von rund 31,9 Millionen Dollar. Laut Unternehmensunterlagen diente der Verkauf primär zur Deckung von Steuern auf neu zugeteilte Restricted Stock Units. Brock hält danach noch etwa 3,58 Millionen Aktien.
Parallel dazu reichte er ein Form-144-Dokument ein. Das signalisiert, dass weitere Verkäufe in naher Zukunft möglich sind. Kein Wunder, dass der Markt nervös reagierte.
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Neue Aktien drücken aufs Angebot
Zur gleichen Zeit registrierte Ondas Holdings gut 2,1 Millionen neue Aktien zur Weiterveräußerung. Diese Papiere stammen aus der Übernahme von Omnisys Ltd., einem Deal im Wert von rund 196,6 Millionen Dollar. Das Unternehmen selbst erhält aus dem Verkauf keinen Cent. Die Verkäufe sind auf 15 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens der vergangenen zehn Handelstage begrenzt — ein Puffer gegen allzu starken Druck.
Unter institutionellen Investoren zeigt sich ein gespaltenes Bild. Legal & General Group erwarb im vierten Quartal eine neue Position von rund 1,5 Millionen Aktien. Thompson Siegel & Walmsley hingegen reduzierte seine Beteiligung um mehr als 90 Prozent.
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Operatives Geschäft liefert Gegengewicht
Das operative Bild sieht deutlich freundlicher aus. Die Tochtergesellschaft World View sicherte sich einen 4,8-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem U.S. Navy Southern Command. Stratosphärenballons sollen dabei maritime Überwachungsaufgaben im östlichen Pazifik und der Karibik übernehmen — Schwerpunkt Drogenbekämpfung und illegale Fischerei.
Der Auftragsbestand liegt bei 457 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal gingen bereits über 110 Millionen Dollar an neuen Aufträgen ein, allein im Mai mehr als 30 Millionen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management mindestens 390 Millionen Dollar Umsatz an — nach einem Q1-Erlös von 50,1 Millionen Dollar.
Trotz des heutigen Einbruchs liegt die Aktie auf Jahressicht noch rund 8 Prozent im Plus und notiert klar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 7,32 Euro. Ob der Kurs die Lücke zum Jahreshoch bei 13,02 Euro wieder schließt, hängt maßgeblich davon ab, ob weitere Insiderverkäufe ausbleiben und der Auftragseingang das hohe Tempo hält.
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