Ondas Holdings steckt in einem harten Verteilungskampf. Während das operative Geschäft mit Drohnen-Technologie floriert, drückt eine Flut an Verkäufen durch Insider und Altaktionäre den Kurs massiv nach unten. Die Börse bewertet die jüngsten Erfolge im Verteidigungssektor derzeit kaum.
Insider-Verkäufe fluten den Markt
Rund 3,38 Millionen Anteile stehen durch ein neues Prospekt kurzfristig zum Wiederverkauf bereit. Parallel dazu planen Verkäufer aus der Omnisys-Übernahme die Veräußerung von weiteren 3,4 Millionen Aktien. Dieses enorme Angebot trifft auf ein ohnehin nervöses Marktumfeld.
Die Führungsebene des Unternehmens geht dabei voran. CEO Eric A. Brock veräußerte bereits Anteile im Wert von knapp 32 Millionen US-Dollar. Dieser massive Angebotsüberhang verhindert derzeit jede nachhaltige Kursstabilisierung.
Technischer Druck und Leerverkäufe
Die Aktie notiert aktuell bei 6,96 Euro. Damit liegt der Wert deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,81 Euro. Das Chartbild zeigt eine klare Abwärtstendenz, die sich in den vergangenen 30 Tagen mit einem Minus von 40 Prozent beschleunigt hat.
Leerverkäufer setzen verstärkt auf weiter fallende Kurse. Die Short-Quote erreichte zuletzt knapp 33 Prozent des Streubesitzes. Zeitgleich stieg das Handelsvolumen auf über 130 Prozent des üblichen Niveaus an, was auf eine Phase intensiver Umverteilung hindeutet.
Operative Stärke durch Großaufträge
Fundamental bietet das Unternehmen einen starken Gegenpol zum schwachen Aktienkurs. Im zweiten Quartal 2026 sammelte Ondas neue Aufträge über 150 Millionen US-Dollar ein. Der gesamte Auftragsbestand wuchs damit auf einen neuen Rekordwert an.
Dieser Bestand liegt nun bei rund 457 Millionen US-Dollar. Das Management hält zudem an seinem Umsatzziel von mindestens 390 Millionen US-Dollar für das laufende Geschäftsjahr fest. Strategische Partnerschaften mit Schwergewichten wie Lockheed Martin untermauern diese ehrgeizige Prognose.
Analysten taxieren den fairen Wert der Aktie auf 19,50 US-Dollar. Davon ist der aktuelle Kurs weit entfernt. Erst wenn der Markt die zusätzlichen Aktienmengen vollständig absorbiert hat, kann die operative Dynamik wieder die Richtung vorgeben.
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