Der Technologieanbieter Ondas Holdings verzeichnete am Freitag einen deutlichen Kursrückgang von 8,9 % im Börsenhandel. Ausschlaggebend für die negative Stimmung waren Medienberichten zufolge die jüngsten Quartalsergebnisse sowie Mitteilungen über geplante Aktienverkäufe durch Insider. Trotz operativer Fortschritte bei Umsatz und Auftragsbestand sorgte insbesondere die verfehlte Gewinnprognose für Verunsicherung unter den Anlegern.

Enttäuschende Rentabilität trotz Rekordumsatz

Bereits am 13. August hatte das Unternehmen seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Dabei konnte Ondas Holdings einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar ausweisen. Dennoch weitete sich der Nettoverlust pro Aktie auf 0,19 US-Dollar aus.

Analysten, unter anderem laut Daten von FactSet, hatten im Vorfeld lediglich mit einem Verlust von 0,13 US-Dollar pro Papier gerechnet. Diese Diskrepanz signalisiert einen höheren Druck auf die Profitabilität des Unternehmens, als der Markt ursprünglich angenommen hatte.

Parallel zu den Finanzdaten belasten Meldungen über die Absichten von Insidern und Großaktionären den Kursverlauf. Mehrere Einreichungen des sogenannten Form 144 bei der US-Börsenaufsicht SEC deuten darauf hin, dass interne Akteure den Verkauf von Anteilen planen. Solche Schritte kurz nach einer Veröffentlichung enttäuschender Ergebniszahlen werden an der Börse häufig als negatives Signal gewertet und erzeugen einen Angebotsüberhang.

Strategische Zukäufe und voller Auftragsbestand

Ungeachtet der aktuellen Kursreaktion treibt Ondas Holdings seine Expansionspläne voran. Das Unternehmen gab Mitte August bekannt, eine Vereinbarung zur Übernahme von Aran Defense für rund 33 Millionen US-Dollar geschlossen zu haben. Die Transaktion soll die Fertigungs- und Ingenieurskapazitäten am Standort Israel stärken.

Aran Defense wird dabei mit dem 1,3-Fachen seines für 2026 erwarteten Umsatzes von 26 Millionen US-Dollar bewertet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Akquisition noch im laufenden dritten Quartal abgeschlossen werden kann.

Der operative Ausblick bleibt ambitioniert. Ondas hat die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar angehoben. Gestützt wird diese Erwartung durch einen Auftragsbestand, der sich pro forma auf etwa 757 Millionen US-Dollar beläuft. Allein im zweiten Quartal kamen Neubuchungen im Volumen von 175 Millionen US-Dollar hinzu, gefolgt von weiteren 105 Millionen US-Dollar zu Beginn des dritten Quartals.

Analysten halten an Kurszielen fest

Anleger blicken derzeit auf eine Aktie, die mit 6,85 € deutlich unter ihrem bisherigen Jahreshöchststand notiert. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt aktuell -47 %. Dennoch zeigten sich einige Analystenhäuser in ihren jüngsten Einschätzungen optimistisch. So hob Oppenheimer am 17. August das Kursziel für Ondas Holdings von 16 auf 18 US-Dollar an.

Kurz darauf, am 18. August, meldete sich auch Ladenburg Thalmann zu Wort und erhöhte das Ziel von 21,50 auf 22,75 US-Dollar. Die Experten verwiesen dabei unter anderem auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Israel.

Zudem könnten strukturelle Faktoren wie neue US-Zölle auf importierte Drohnen und Bauteile sowie die allgemeine Förderung der heimischen Produktion langfristig Rückenwind für US-basierte Verteidigungs- und Drohnenhersteller wie Ondas liefern. Vor diesem Hintergrund bleibt die weitere Entwicklung der Margen und der Abschluss der Aran-Übernahme im Fokus des Marktes.