Der US-Technologiekonzern Ondas Holdings rückt heute durch den Einstieg eines bedeutenden Großinvestors in das Rampenlicht des Marktes. Wie aus einer aktuellen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock eine passive Beteiligung von 7,2 Prozent an dem Unternehmen gemeldet. Insgesamt hält der Investor nun 38,1 Millionen Aktien. Diese Nachricht sorgt am heutigen Donnerstag für eine positive Kursreaktion.

Termin für Quartalsergebnisse steht fest

Parallel zur Bekanntgabe der neuen Aktionärsstruktur hat Ondas den Veröffentlichungstermin für die kommenden Geschäftszahlen konkretisiert. Das Unternehmen wird die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, das am 30. Juni endete, am 13. August vor Eröffnung der US-Börsen präsentieren. Für 8:30 Uhr ET ist eine Telefonkonferenz angesetzt, in der das Management die finanzielle Performance und die operativen Fortschritte erläutern wird.

Anleger reagieren am heutigen Handelstag deutlich auf die Nachrichtenlage. Die Aktie notiert aktuell bei 6,44 € und verzeichnet damit eine Tagesveränderung von 7,69%. Trotz dieser kurzfristigen Erholung spiegelt der Kursverlauf der letzten Monate eine volatile Phase wider. Mit dem aktuellen Niveau liegt das Papier noch immer 50,54% unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 12. Januar 2026 bei 13,02 € markiert wurde.

Expansion im Verteidigungssektor treibt Auftragsbestand

Operativ setzt Ondas verstärkt auf den Ausbau seiner Aktivitäten im Sicherheits- und Militärbereich. Zuletzt gab das Unternehmen die Gründung einer eigenen Verteidigungssparte bekannt, nachdem in einem Zeitraum von nur vier Wochen neue Aufträge im Volumen von rund 70 Millionen US-Dollar gesichert werden konnten. Hierzu zählen unter anderem ein Vertrag über 10 Millionen US-Dollar zur Grenzminenräumung in Israel sowie Aufträge aus Europa im Wert von 40 Millionen US-Dollar. Ein weiterer Auftrag aus Australien steuerte 6,9 Millionen US-Dollar bei.

Diese Dynamik schlägt sich deutlich in den Auftragsbüchern nieder. Der Pro-forma-Auftragsbestand wird aktuell mit 457 Millionen US-Dollar beziffert. Medienberichten zufolge zeigen sich Analysten optimistisch bezüglich dieser Entwicklung, auch wenn die Aktie seit dem Frühjahr unter Verkaufsdruck stand.

Bewertung und Insider-Aktivitäten im Fokus

Trotz der operativen Erfolge mahnen einige Marktbeobachter zur Vorsicht hinsichtlich der Bewertung. Analysen von gurufocus.com zufolge könnte der Titel auf Basis des sogenannten „GF Value“ derzeit um etwa 24,3 Prozent überbewertet sein. Während der dort berechnete faire Wert auf 5,47 US-Dollar geschätzt wird, liegt der Börsenkurs derzeit spürbar darüber.

Zudem werfen Insider-Verkäufe Fragen auf. In den vergangenen drei Monaten haben Unternehmensinsider Aktien im Gesamtwert von 32,1 Millionen US-Dollar veräußert, während im gleichen Zeitraum keine Käufe durch das Management verzeichnet wurden. Für die anstehende Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. August wird daher entscheidend sein, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen an das zukünftige Wachstum und die Profitabilität der neuen Verteidigungssparte durch konkrete Kennzahlen untermauern kann.