Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock setzt ein deutliches Zeichen bei Ondas Holdings. Während die Aktie in den vergangenen Monaten unter Druck stand, offenbaren aktuelle Meldungen eine massive Aufstockung durch institutionelle Investoren. Gleichzeitig meldet das Unternehmen, das auf autonome Drohnensysteme und drahtlose Netzwerke spezialisiert ist, einen Rekord bei den Auftragseingängen.

Institutionelles Vertrauen gegen Leerverkäufer

BlackRock hat eine passive Beteiligung von 7,2 Prozent an Ondas Holdings offengelegt. Damit besitzt der Finanzriese rund 38,1 Millionen Aktien des Technologieunternehmens. Dieser Schritt erfolgt in einem Marktumfeld, das von einer außergewöhnlich hohen Short-Quote geprägt ist: Medienberichten zufolge waren zuletzt rund 44 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft. Neben BlackRock ist auch Vanguard mit einem Anteil von 5,16 Prozent als bedeutender Großaktionär positioniert.

Die verstärkte Präsenz großer Adressen wird am Markt als Signal für das langfristige Potenzial im Bereich der Verteidigungs- und Industriedrohnen gewertet. Ondas operiert unter anderem über die Tochtergesellschaften American Robotics und Ondas Networks, die Lösungen für die Grenzsicherung, die Überwachung kritischer Infrastrukturen und private Funknetze anbieten. Dennoch gab es zuletzt auch Insiderverkäufe: CEO Eric Brock veräußerte am 2. Juni rund 2,38 Millionen Aktien für insgesamt 31,9 Millionen US-Dollar, wobei die Transaktionen primär zur Deckung von Steuerverpflichtungen dienten.

Massive Umsatzsprünge durch Verteidigungsaufträge

Die operative Dynamik hat sich im laufenden Jahr massiv beschleunigt. Innerhalb von nur vier Wochen sicherte sich Ondas neue Aufträge im Volumen von 70 Millionen US-Dollar, was etwa dem 1,38-fachen des gesamten Jahresumsatzes von 2025 entspricht. Das Management peilt für das Geschäftsjahr 2026 nun einen Gesamtumsatz von mindestens 525 Millionen US-Dollar an. Der Auftragsbestand schwoll nach der Integration der übernommenen Unternehmen Mistral und World View auf rund 457 Millionen US-Dollar an.

Im ersten Quartal 2026 konnte der Umsatz bereits auf 50,1 Millionen US-Dollar gesteigert werden – eine Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Wachstums blieb das Ergebnis je Aktie mit einem Verlust von 0,07 US-Dollar hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die lediglich ein Minus von knapp 0,06 US-Dollar prognostiziert hatten. Hohe Investitionen in autonome Systeme und die Integration der Zukäufe DZYNE und Mistral belasten kurzfristig die Profitabilität.

Fokus auf die kommenden Quartalszahlen

An der Börse wird die Entwicklung mit gemischten Gefühlen verfolgt. Die Aktie notiert aktuell bei 6,48 € und damit deutlich unter ihren Höchstständen vom Jahresanfang. Das Papier liegt momentan 50,23 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 12. Januar 2026 bei 13,02 € markiert wurde. Dennoch bleibt die Zuversicht vieler Analysten hoch. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt derzeit bei rund 18,61 US-Dollar. Die Analysten von Needham senkten ihr Ziel zwar kürzlich auf 19 US-Dollar, halten jedoch an ihrer Kaufempfehlung fest.

Spannend wird es für Anleger am 13. August, wenn Ondas die Ergebnisse für das zweite Quartal präsentiert. Marktteilnehmer werden dann besonders darauf achten, wie schnell das Unternehmen den hohen Auftragsbestand in fakturierte Umsätze umwandeln kann. Als Risikofaktoren gelten weiterhin die starke Abhängigkeit von wenigen Großkunden sowie mögliche Verzögerungen bei der Auslieferung komplexer Drohnensysteme. Im ersten Quartal stammten rund 69 Prozent der Erlöse von nur drei Kunden.