Oracle: 325 Prozent RPO-Wachstum

Oracle profitiert von staatlichen Sicherheitsaufträgen und einem auf 553 Milliarden Dollar angewachsenen Auftragsbestand. Der Aktienkurs legte in einer Woche rund 20 Prozent zu.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Klassifizierte US-Regierungsnetzwerke als neues Geschäftsfeld
  • 16-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum in Michigan finanziert
  • Auftragsbestand steigt um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar
  • Aktie erholt sich um 43 Prozent vom Jahrestief

Verteidigungsaufträge, ein 16-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum und ein Auftragsbestand, der sich in einem Jahr mehr als vervierfacht hat — Oracle liefert gerade eine bemerkenswerte Kombination aus Wachstumssignalen. Der Kurs reagierte entsprechend: Innerhalb von sieben Tagen legte die Aktie rund 20 Prozent zu.

Staatliche Sicherheitsinfrastruktur als neues Standbein

Oracle gehört künftig zu den Technologieunternehmen, die klassifizierte US-Regierungsnetzwerke betreiben. Der Auftrag umfasst sogenannte Impact-Level-6- und -7-Operationen — die höchsten Sicherheitsstufen im amerikanischen Behördenumfeld. Das öffnet Oracle einen Markt, in dem Verträge langfristig laufen und Wettbewerber schwer einzuholen sind.

Parallel dazu sicherte sich der Konzern 16 Milliarden Dollar Fremdkapital für ein Rechenzentrum in Saline Township, Michigan. PIMCO steuert das Ankerinvestment bei, Bank of America arrangierte die Finanzierung. Trotz anfänglichem Widerstand aus der Gemeinde läuft der Bau — nach einer Einigung, die lokale Vorteile einschließt.

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Auftragsbestand wächst auf 553 Milliarden Dollar

Das stärkste Signal kommt aus dem Backlog. Oracles verbleibende Leistungsverpflichtungen — also bereits vertraglich gebundene, aber noch nicht erfasste Umsätze — erreichten 553 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl zeigt, wie stark die Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur anzieht.

Im dritten Quartal erzielte Oracle einen Gewinn je Aktie von 1,79 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit 1,96 bis 2,00 Dollar je Aktie. Der freie Cashflow bleibt vorerst negativ — Oracle investiert massiv in neue Kapazitäten.

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Kurs erholt sich, bleibt aber unter Druck

Die Kursrally der vergangenen Wochen ist eindrucksvoll. Vom 52-Wochen-Tief bei 115,82 Euro hat sich die Aktie um fast 43 Prozent erholt. Allerdings notiert sie noch immer rund 41 Prozent unter dem Jahreshoch von 280,70 Euro. Der RSI liegt bei 38,6 — technisch kein überkauftes Terrain, aber auch kein klares Kaufsignal.

Wall Street bewertet Oracle mehrheitlich mit „Moderate Buy“. Analysten verweisen auf KI-spezifische Verträge im Volumen von 29 Milliarden Dollar und den Ausbau der Multicloud-Datenbankplattform als strukturelle Stützen. Als Gegengewicht nennen Marktbeobachter die hohe Verschuldung und den intensiven Wettbewerb im Cloud-Segment.

Das langfristige Ziel des Managements: 90 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Ob Oracle diesen Wert erreicht, hängt entscheidend davon ab, wie schnell die milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen in stabile Cashflows umschlagen — und ob die Nachfrage nach KI-Rechenleistung das aktuelle Tempo hält.

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