Oracle Aktie: 553 Milliarden Dollar Auftragsbestand

Oracle investiert Rekordsummen in Cloud-Infrastruktur. Der anstehende Quartalsbericht zeigt, ob sich die Milliarden-Wette auszahlt.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekord-Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar
  • Massive Investitionen in Cloud-Infrastruktur
  • Cloud-Wachstum von knapp 50 Prozent erwartet
  • Aktie erholt sich nach deutlichem Kursrückgang

Oracle steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht. Am Mittwoch präsentiert der Softwarekonzern seine Zahlen. Anleger blicken dabei weniger auf den aktuellen Gewinn. Im Fokus steht ein beispielloser Ausbau der Infrastruktur.

Die Aktie kletterte am Dienstag um 1,45 Prozent auf 186,56 Euro. Zuvor hatte das Papier in nur sieben Tagen über elf Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt mit rund 33 Prozent deutlich.

Rekordaufträge treffen auf Kostendruck

Der Auftragsbestand sprengt bisherige Dimensionen. Ende des vergangenen Quartals meldete Oracle offene Leistungsverpflichtungen von 553 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 325 Prozent im Jahresvergleich. Dieser Wert gilt als wichtigster Gradmesser für die hauseigene Cloud-Infrastruktur.

Um diese Nachfrage zu bedienen, investiert der Konzern massiv. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres flossen 39,2 Milliarden Dollar in Sachanlagen. Im Vorjahreszeitraum war es nicht einmal ein Drittel dieser Summe. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten Ausgaben von rund 50 Milliarden Dollar.

Passend zur Zahlenvorlage öffnete Oracle am Dienstag die Anmeldung für die hauseigene KI-Messe. Das Event soll die Integration künstlicher Intelligenz in alle Produkte demonstrieren. Das Ziel: Oracle will sich als kostengünstige Alternative zu den großen Cloud-Rivalen positionieren.

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Fokus auf das Cloud-Wachstum

Für das vierte Quartal rechnet die Wall Street mit einem Umsatz von 19,10 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,96 Dollar liegen. Abseits dieser Hauptkennzahlen achten Investoren genau auf das Wachstum der Cloud-Sparte.

Diese war im Vorquartal um 84 Prozent gewachsen. Prognosen deuten nun auf ein anhaltend hohes Cloud-Wachstum von knapp 50 Prozent hin. Das Management gibt sich zuversichtlich. Das mittelfristige Umsatzziel liegt mittlerweile bei 90 Milliarden Dollar.

Charttechnisch bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt. Der Kurs notiert weiterhin über der 200-Tage-Linie bei 177,15 Euro. Der Bericht am Mittwochabend nach US-Börsenschluss liefert nun harte Fakten. Oracle muss beweisen, dass die gigantischen Infrastruktur-Ausgaben zeitnah in profitable Umsätze fließen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.