Oracle Aktie: Banken müssen Milliarden-Kredite loswerden

Banken müssen sich von Milliardenkrediten für Oracles Rechenzentrenausbau trennen, während das Unternehmen selbst eine massive Kapitalerhöhung plant. Analysten sind gespalten über die Finanzierungsstrategie.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Banken suchen Investoren für 56-Milliarden-Dollar-Kredite
  • Oracle plant Kapitalerhöhung von rund 50 Milliarden Dollar
  • Analysten bewerten Finanzierungsstrategie unterschiedlich
  • Neue KI-Plattform für Retail-Banking vorgestellt

Die Finanzierung von Oracles gigantischem Rechenzentren-Ausbau wird zur Belastungsprobe für die Banken. Laut Financial Times suchen Kreditinstitute händeringend nach neuen Investoren für Darlehen in Milliardenhöhe – mindestens 56 Milliarden Dollar stehen zur Disposition. Die Besonderheit: Diese Baukredite sind durch Oracles künftige Mieteinnahmen aus dem 300-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI besichert.

Ungewöhnlich ist dabei die Investment-Grade-Bewertung dieser Infrastrukturkredite. Normalerweise bleiben Projektfinanzierungen für Mautstraßen oder Flughäfen in den Büchern der Banken selbst. Doch die schiere Größe der Rechenzentren-Projekte sprengt diesen traditionellen Rahmen komplett. Versicherungen und Private-Credit-Fonds werden nun als potenzielle Abnehmer umworben.

Anleihen-Offensive zur Jahreshälfte

Oracle selbst plant für 2026 eine Kapitalerhöhung von rund 50 Milliarden Dollar. Bereits Ende 2025 hatte das Unternehmen konkretisiert, zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar aufnehmen zu wollen – etwa zur Hälfte durch Eigenkapital und Wandelanleihen. Die Mittel fließen direkt in den Cloud-Infrastruktur-Ausbau, um die Nachfrage von Großkunden wie Meta, NVIDIA und OpenAI zu bedienen.

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Barclays hält trotz der massiven Finanzierungsrunde an seiner Übergewichten-Einstufung mit Kursziel 310 Dollar fest. Guggenheim zeigt sich noch optimistischer und führt Oracle mit einem Kursziel von 400 Dollar als „Best Idea“ für 2026.

Skeptische Stimmen mehren sich

Nicht alle Analysten teilen die Euphorie. UBS senkte das Kursziel von 280 auf 250 Dollar – Grund sind Bedenken über die enormen Finanzierungsanforderungen für die KI-Infrastruktur. Scotiabank reduzierte ebenfalls von 260 auf 220 Dollar, hält aber an der positiven Einschätzung fest.

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Die Skepsis kommt nicht von ungefähr. Bis 2030 sollen laut Prognosen die Hälfte der zehn größten Schuldner im US-Investment-Grade-Markt sogenannte Hyperscaler sein – Tech-Konzerne mit rasant wachsenden Cloud-Kapazitäten. Die Verschuldung der Branche erreicht damit historische Dimensionen.

KI-Banking als zweites Standbein

Parallel zur Finanzierungsoffensive präsentierte Oracle am Dienstag auf dem Financial Services Summit in New York eine KI-Plattform für das Retail-Banking. Die Suite umfasst vortrainierte Agenten für Kreditentscheidungen, Compliance-Überwachung und Antragsbearbeitung. Sovan Shatpathy, Senior Vice President bei Oracle Financial Services, spricht von einer „neuen Ära des Banking“.

Die Technologie soll Bearbeitungszeiten verkürzen und Kreditentscheidungen standardisieren. In den nächsten zwölf Monaten will Oracle Hunderte weitere Agenten für Private und Corporate Banking nachliefern. Ein „Human-in-the-Loop“-Design gewährleistet dabei menschliche Kontrolle bei gleichzeitiger Automatisierung von Routineaufgaben.

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