Oracle Aktie: CFO-Neustart trifft Ex-Dividende

Oracle ernennt Hilary Maxson zur neuen Finanzchefin, um die Schuldenlast von 124,7 Mrd. USD zu managen, während das Cloud-Geschäft um 44% wächst und Analysten optimistisch bleiben.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Ernennung einer neuen CFO nach über einem Jahrzehnt
  • Schuldenstand von 124,7 Milliarden US-Dollar
  • Cloud-Umsatz steigt um 44 Prozent
  • Analysten mehrheitlich mit Kaufempfehlung

Oracle startet in eine neue Ära. Mit Hilary Maxson übernimmt erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder ein dedizierter CFO die Finanzführung des Konzerns — und das ausgerechnet an einem Tag, an dem die Aktie ex-Dividende notiert.

Eine CFO für den Schuldenmarathon

Maxson, 48, tritt ihr Amt mit einem klaren Mandat an: Finanzielle Disziplin in einem Unternehmen, das sich gerade auf einen 50-Milliarden-Dollar-Wachstumspfad begeben hat. Ihre Karriere spiegelt genau das wider, was Oracle jetzt braucht. Zwölf Jahre bei AES Corporation, zuletzt als Group CFO bei Schneider Electric — beides Konzerne mit kapitalintensiven Infrastrukturprogrammen. Ihr Jahresgehalt beträgt 950.000 Dollar, dazu kommt ein leistungsabhängiger Bonus mit einem Zielwert von 2,5 Millionen Dollar.

Die Wiederbesetzung der CFO-Position ist ein Signal. Seit Safra Catz zur Co-CEO aufgestiegen war, hatte Oracle auf einen separaten Finanzchef verzichtet. Nun, mit einem Schuldenstand von 124,7 Milliarden Dollar und einem negativen freien Cashflow von fast 25 Milliarden Dollar, ist die Entscheidung nachvollziehbar.

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Wachstum auf Pump

Die Zahlen verdeutlichen den Spagat, den Maxson meistern muss. Für das Geschäftsjahr 2026 plant Oracle Investitionsausgaben von 50 Milliarden Dollar bei einem erwarteten Umsatz von 67 Milliarden Dollar. Im Februar sicherte sich der Konzern bereits 30 Milliarden Dollar über Anleihen und Wandelanleihen — das Orderbuch war deutlich überzeichnet. Die Umsatzprognose für 2027 liegt bei 90 Milliarden Dollar.

Operativ läuft das Geschäft dabei besser als seit Jahren. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchsen sowohl der organische Gesamtumsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie um mehr als 20 Prozent — das erste Mal seit über 15 Jahren, dass Oracle beide Kennzahlen gleichzeitig auf diesem Niveau steigerte. Der Cloud-Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar, das Multi-Cloud-Datenbankgeschäft legte sogar um 531 Prozent zu. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen belaufen sich auf 553 Milliarden Dollar — ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Analysten halten die Treue

Trotz eines Kursrückgangs von mehr als 23 Prozent seit Jahresbeginn bleibt die Wall Street überwiegend optimistisch. 33 von 44 Analysten stufen die Aktie als Kauf ein. JPMorgan hob das Rating im März auf „Overweight“ an, senkte das Kursziel jedoch auf 210 Dollar. Bernstein SocGen bestätigte „Outperform“ mit einem Ziel von 319 Dollar, Bank of America empfiehlt mit Ziel 200 Dollar ebenfalls den Kauf.

Zudem rechnen Analysten damit, dass der laufende Stellenabbau zwischen 8 und 10 Milliarden Dollar an Kosteneinsparungen freisetzen könnte — Mittel, die direkt in den Schuldendienst und weitere Infrastrukturinvestitionen fließen würden.

Aktionäre, die gestern noch im Depot gehalten haben, erhalten eine Quartalsdividende — bei einer jährlichen Ausschüttung von 2,00 Dollar je Aktie und einer Fünf-Jahres-Wachstumsrate von knapp 16 Prozent. Die Zahlung erfolgt am 24. April.

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