Oracle hat eine bemerkenswerte Börsenwoche mit einem dichten Paket an Unternehmensnachrichten abgeschlossen — und der Kurs spiegelt das wider.
Privater Datenhighway zwischen OCI und AWS
Die wichtigste Meldung vom 16. April: Oracle und Amazon Web Services vertiefen ihre Partnerschaft mit einem direkten Multicloud-Netzwerk. Über eine Verbindung zwischen Oracle Interconnect und AWS Interconnect-Multicloud erhalten Unternehmenskunden eine private, verwaltete Hochgeschwindigkeitsleitung zwischen Oracle Cloud Infrastructure (OCI) und AWS — vollständig am öffentlichen Internet vorbei.
Das klingt technisch, ist aber strategisch bedeutsam. Viele KI-Anwendungen laufen heute auf sogenannten Split-Stack-Architekturen: Eine Firma nutzt etwa Oracles Hochleistungsdatenbank auf OCI und trainiert Modelle gleichzeitig auf AWS SageMaker. Bislang war die Netzwerkkomplexität einer der größten Bremsklötze für solche Setups. Die neue Verbindung soll zunächst in der AWS-Region US East (N. Virginia) verfügbar sein — noch in diesem Jahr.
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Oracle ist bereits physisch in AWS, Google Cloud und Microsoft Azure präsent und bietet dort Datenbankdienste an. Die neue Netzwerkebene ergänzt dieses Modell um eine direkte, latenzarme Verbindung.
Gartner-Führung zum 19. Mal bestätigt
Einen Tag vor der AWS-Ankündigung kam eine weitere Auszeichnung: Gartner kürte Oracle zum 19. Mal in Folge zum Leader im Magic Quadrant für Transportation Management Systems — erneut mit der höchsten Bewertung sowohl bei der Umsetzungsfähigkeit als auch bei der Vollständigkeit der Vision. Routine-Auszeichnung? Vielleicht. Aber 19 aufeinanderfolgende Führungspositionen in einem hart umkämpften Segment sind kein Zufall.
Kurs erholt sich — Fundamentaldaten stützen
Die Aktie legte am Donnerstag rund 3,8 Prozent zu und pendelte zwischen 178,79 und 183,97 Dollar. Gegenüber dem Schlusskurs von 163 Dollar nur drei Handelstage zuvor entspricht das einer kräftigen Erholung. Über die gesamte Woche summiert sich das Plus auf rund 23 Prozent — auch wenn die Aktie auf Sechsmonatssicht noch immer rund 45 Prozent im Minus liegt.
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Die Fundamentaldaten liefern eine Grundlage für den Optimismus. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchs der Umsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Der Cloud-Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar, OCI allein legte 84 Prozent zu. Der Auftragsbestand — die sogenannten Remaining Performance Obligations — erreichte 553 Milliarden Dollar, ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darin enthalten sind Großverträge mit OpenAI, Meta und xAI.
Milliardenschwere Infrastrukturfinanzierung
Parallel dazu nähert sich Oracle dem Abschluss eines Kreditpakets von rund 38 Milliarden Dollar, das von JPMorgan Chase und der Mitsubishi UFJ Financial Group angeführt wird. Die Mittel fließen in Rechenzentren in Texas und Wisconsin. Für einen weiteren KI-Campus in Michigan — verknüpft mit Workloads von OpenAI und Microsoft — plant Oracle eine zusätzliche Finanzierung von 14 bis 16 Milliarden Dollar.
Das Bild, das sich ergibt: Oracle baut sich konsequent zur zentralen Infrastrukturschicht der globalen KI-Cloud um — mit Netzwerkpartnerschaften, Datenbankpräsenz bei allen großen Hyperscalern und einer Finanzierungsmaschinerie, die Rechenzentren im Dutzend ermöglicht. Ob der Kurs das mittelfristig einpreist, hängt vor allem davon ab, wie schnell die RPO-Backlog in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird — die nächsten Quartalszahlen dürften das zeigen.
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