Oracle drückt beim Thema Künstliche Intelligenz massiv aufs Tempo und flutet den Markt mit neuen Anwendungen. Gleichzeitig baut der Softwarekonzern für OpenAI ein gigantisches Rechenzentrum in Michigan, das enorme Summen verschlingt. Genau dieser gewaltige Kapitalbedarf rückt nun zunehmend in den Fokus und sorgt für spürbare Nervosität.
Neue KI-Agenten und ein Mega-Projekt
Auf der hauseigenen KI-Messe in New York präsentierte der Konzern diese Woche gleich 25 neue sogenannte „Fusion Agentic Applications“. Diese Software-Agenten sollen nicht nur als einfache Chat-Assistenten fungieren, sondern selbstständig Entscheidungen in Bereichen wie Finanzen oder Personalwesen treffen und ausführen. Um die dafür nötige Rechenleistung bereitzustellen, treibt Oracle parallel den Bau des neuen Rechenzentrums voran.
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Dieses Infrastrukturprojekt hat gigantische Ausmaße. Berichten zufolge verhandelt der Vermögensverwalter Pimco gemeinsam mit der Bank of America über eine Fremdfinanzierung in Höhe von rund 14 Milliarden US-Dollar. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf 16,3 Milliarden US-Dollar, wobei Blackstone etwa zwei Milliarden an Eigenkapital beisteuern will. Die Bereitschaft institutioneller Investoren, derart große Summen bereitzustellen, entlastet Oracles eigene Liquidität erheblich.
Analysten warnen vor den Kosten
Trotz der sprudelnden Einnahmen wächst die Skepsis am Markt. Zwar schoss der Cloud-Umsatz im dritten Quartal um 44 Prozent nach oben, allerdings sollen die Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2026 auf rund 50 Milliarden US-Dollar ansteigen. Das drückt den freien Cashflow ins Minus und treibt die Gesamtverschuldung auf über 100 Milliarden US-Dollar. Diese Kostenexplosion veranlasste den Analysten Ari Terjanian von Cleveland Research dazu, das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ abzustufen.
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Die wachsenden Sorgen spiegeln sich auch im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn hat der Titel fast 29 Prozent an Wert verloren und ging am Freitag bei 118,88 Euro aus dem Handel.
Ein kleiner Trost für Anteilseigner bleibt die verlässliche Ausschüttungspolitik, da am 9. April die vierteljährliche Dividende von 0,50 US-Dollar fällig wurde. Letztlich steht Oracle vor einem massiven Spagat. Die Auftragsbücher sind mit einem Volumen von 553 Milliarden US-Dollar prall gefüllt, die immense Schuldenlast macht den Konzern jedoch extrem anfällig für anhaltend hohe Zinsen oder eine mögliche Abkühlung der KI-Nachfrage.
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