Für einkommensorientierte Anleger drängt bei Oracle heute die Zeit. Wer sich die anstehende Quartalsdividende sichern möchte, muss die Papiere noch vor dem morgigen Ex-Tag im Depot haben. Diese routinemäßige Ausschüttung fällt in eine turbulente Phase: Massive Investitionen in die KI-Infrastruktur haben den Börsenwert des Software-Riesen in den vergangenen sechs Monaten halbiert.
Konkret zahlt das Unternehmen 0,50 US-Dollar je Anteilsschein. Die Gutschrift erfolgt am 24. April 2026. Oracle blickt auf eine Serie von zwölf aufeinanderfolgenden Jahren mit Dividendenanhebungen zurück. Diese Verlässlichkeit bei der Kapitalrückgabe steht in starkem Kontrast zu den aktuellen Sorgen am Markt.
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Teurer Ausbau der KI-Infrastruktur
Seit Jahresbeginn hat der Titel über 26 Prozent an Wert verloren und schloss gestern bei 123,00 Euro. Verantwortlich für den Kursrutsch sind die enormen Kapitalausgaben. Oracle plant, bis zu 50 Milliarden US-Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen, um neue Rechenzentren zu bauen. Die Gesamtverschuldung liegt bereits bei rund 124 Milliarden US-Dollar. Ratingagenturen wie S&P Global warnen davor, dass der freie Cashflow in den kommenden Jahren negativ bleiben und das Kreditprofil belasten könnte.
Volle Auftragsbücher als Gegengewicht
Dem gegenüber stehen starke operative Zahlen aus dem Kerngeschäft. Im dritten Geschäftsquartal kletterte der Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Noch wichtiger ist der Blick auf die vertraglich zugesicherten Aufträge: Diese stiegen um 325 Prozent auf fast 553 Milliarden US-Dollar. Oracle baut die Kapazitäten laut eigenen Angaben nicht auf Verdacht, sondern bedient eine bereits gesicherte Nachfrage.
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Ein zentraler Baustein dafür ist das geplante Rechenzentrum in Michigan für den Partner OpenAI. Die Finanzierung dieses Projekts über 16 Milliarden US-Dollar durch Blackstone und die Bank of America nimmt nach monatelangen Verhandlungen nun konkrete Formen an.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,3 auf Basis der erwarteten Gewinne wird die Aktie aktuell unter ihrem historischen Durchschnitt gehandelt. Während die langfristige Rentabilität der Milliarden-Investitionen durch die Abarbeitung der Auftragsbücher belegt werden muss, steht für Dividendenjäger der Fahrplan fest: Ab morgen wird die Aktie mit dem entsprechenden Dividendenabschlag gehandelt.
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