Oracle steht an einem kritischen Wendepunkt. Kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen am Dienstag plant der Software-Gigant offenbar die Streichung tausender Stellen. Der aggressive und extrem kostspielige Ausbau der KI-Infrastruktur fordert seinen Tribut – und drückt den Aktienkurs massiv.
Die Kosten des KI-Wettrüstens
Berichten zufolge sollen die Kündigungen noch in diesem Monat beginnen. Es geht dabei nicht nur um Effizienzsteigerung, sondern um dringend benötigtes Kapital. Der Konzern befindet sich in einem teuren Wettlauf mit Konkurrenten wie Amazon und Microsoft, um Rechenzentren für Künstliche Intelligenz hochzuziehen. Diese Expansion verschlingt Milliarden und führt zu einem Engpass bei der Liquidität, den das Management nun durch Personalreduzierung abfedern will.
Das Ausmaß der Maßnahmen ist beträchtlich. Bereits im September hatte Oracle in einer Pflichtmitteilung Umstrukturierungskosten von bis zu 1,6 Milliarden Dollar angekündigt. Analysten von TD Cowen schätzen, dass langfristig 20.000 bis 30.000 Stellen wegfallen könnten. Ziel dieser radikalen Maßnahme ist es, den Cashflow um geschätzte 8 bis 10 Milliarden Dollar zu verbessern.
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Aktie unter schwerem Beschuss
Die Finanzierungslücke bereitet der Wall Street Sorgen. Oracle plant, in diesem Jahr bis zu 50 Milliarden Dollar durch eine Kombination aus neuen Schulden und Aktienverkäufen aufzunehmen. Marktbeobachter befürchten, dass die enormen Ausgaben den Cashflow des Unternehmens in den kommenden Jahren in den negativen Bereich drücken könnten, bevor sich die Investitionen ab 2030 voraussichtlich auszahlen.
Diese Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Nachdem die Aktie 2024 noch gefeiert wurde, hat sich die Stimmung gedreht: Seit dem Hoch im September 2025 hat das Papier rund 54 Prozent an Wert verloren. Allein im laufenden Jahr 2026 steht ein Minus von 22 Prozent zu Buche.
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Zahlen am Dienstag entscheiden
Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Dienstag, den 10. März. Nach Börsenschluss legt Oracle die Bücher für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 offen. Analysten erwarten einen Umsatzanstieg von etwa 20 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 1,71 Dollar.
Der kommende Quartalsbericht wird zur Bewährungsprobe für die Strategie von Larry Ellison. Investoren erwarten am Dienstagabend nicht nur die Bestätigung der Umsatzziele, sondern vor allem Klarheit darüber, wie lange die Liquidität für den Infrastruktur-Ausbau belastet bleibt und ob der geplante Stellenabbau ausreicht, um die Bilanz mittelfristig zu stabilisieren.
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