Oracle hat gestern einen klaren Kurssprung von rund 6 Prozent verbucht — ausgelöst durch die Ankündigung tausender Stellenstreichungen. Hinter dem scheinbaren Widerspruch steckt eine konsequente Strategie: Ressourcen raus aus dem klassischen Softwaregeschäft, rein in KI und Cloud-Infrastruktur.
Investitionsoffensive mit Preisschild
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 plant Oracle Kapitalausgaben von rund 50 Milliarden US-Dollar — ausschließlich für den Ausbau globaler Rechenzentren unter dem Dach der Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Finanziert wird das Programm durch eine Kombination aus Schulden und Eigenkapital, die das Unternehmen bereits in den ersten Monaten des Jahres in gleicher Höhe eingesammelt hat.
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Dass Investoren das Vorhaben trotz der Schuldenlast nicht ignorieren, liegt an einem Kennwert: Die vertraglich gesicherten Zukunftsumsätze (Remaining Performance Obligations) lagen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 bei 553 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Stellenabbau als Finanzierungshebel
Der Umbau hat seinen Preis. Oracle rechnet mit Restrukturierungskosten von bis zu 2,1 Milliarden Dollar, ein Großteil davon für Abfindungen. Analysten von TD Cowen sehen darin jedoch mittelfristiges Potenzial: Die Effizienzmaßnahmen könnten zwischen 8 und 10 Milliarden Dollar an freiem Cashflow freisetzen, der dann direkt in den OCI-Ausbau fließen soll.
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Parallel dazu weitet Oracle seine Aktivitäten im öffentlichen Sektor aus. NVIDIA-B300-GPUs werden in die staatlichen Cloud-Regionen integriert, um US-Bundesbehörden bei KI-Anwendungen zu unterstützen. Zudem wurde Oracle Cloud Federal Financials in den Marktplatz des US-Finanzministeriums aufgenommen — nach Unternehmensangaben das erste cloudnative Angebot dieser Art für den Bundesbetrieb.
Kurs weit unter Jahreshoch
Trotz des gestrigen Anstiegs liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 23 Prozent im Minus. Das Vertrauen der Anleger hängt nun maßgeblich daran, ob das Cloud-Geschäft — zuletzt mit 84 Prozent Wachstum im Quartal — schnell genug skaliert, um die gestiegenen Zinslasten zu kompensieren. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar tatsächlich in entsprechende Umsätze mündet.
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