Oracle Aktie: Milliarden-Wette eskaliert

Oracle treibt autonome KI-Software voran, doch die massiven Investitionen und die hohe Verschuldung führen zu einer ersten Herabstufung der Aktie.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue Generation autonomer KI-Agenten vorgestellt
  • Investitionsausgaben von fast 40 Milliarden Dollar
  • Schuldenlast veranlasst Analysten-Herabstufung
  • Auftragsbestand wächst auf über 550 Milliarden

Oracle drückt beim Thema Künstliche Intelligenz massiv aufs Tempo und präsentiert eine neue Generation autonomer Software-Agenten. Der aggressive Ausbau der Infrastruktur fordert allerdings einen enormen Preis. Während die Auftragsbücher überquellen, sorgt die explodierende Schuldenlast an der Wall Street für heftige Diskussionen und eine erste prominente Herabstufung.

Autonome Agenten übernehmen

Am heutigen Freitag startete der Softwarekonzern offiziell seine „Fusion Agentic Applications“. Diese neuen KI-Werkzeuge gehen weit über einfache Automatisierung hinaus. Sie sollen in Bereichen wie Personalwesen, Finanzen und Lieferketten selbstständig Entscheidungen treffen und ausführen. Kunden können dabei über ein spezielles Studio eigene Agenten konfigurieren.

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Parallel dazu sichert sich Oracle die Technologie der KI-Plattform Lucinity. Damit will das Unternehmen sogenannte „AI Investigators“ in sein Portfolio zur Bekämpfung von Finanzkriminalität integrieren. Globale Banken sollen so in den kommenden zwölf Monaten eine deutlich vereinfachte Fallbearbeitung erhalten.

Die Basis für diese autonomen Systeme bildet die neu vorgestellte „Oracle AI Database 26ai“. Mit dem sogenannten „Diamond-Tier“ zielt der Konzern auf extrem kritische Arbeitslasten ab. Das System verspricht Ausfallzeiten von maximal drei Sekunden und integriert tiefe Sicherheitsmechanismen, die selbst vor künftigen Quantencomputer-Angriffen schützen sollen.

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Explodierende Kosten spalten Experten

Dieser technologische Vorstoß hat eine massive finanzielle Kehrseite. Die Investitionsausgaben summierten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 auf gewaltige 39,2 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig kletterte der Schuldenberg auf rund 132,5 Milliarden US-Dollar. Diese enorme Kapitalbindung veranlasste die Analysten von Cleveland Research am Freitag dazu, die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ abzustufen. Der Titel spiegelt diese wachsende Skepsis wider und notiert aktuell bei 116,08 Euro, was einem Minus von rund 30 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

Andere Experten gewichten die Chancen höher. KeyBanc bestätigte das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 300 US-Dollar und verweist auf das umfassende Angebot des Konzerns. Tatsächlich untermauert der vertraglich gesicherte Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 325 Prozent zum Vorjahr – die gigantische Pipeline für KI-Infrastruktur. Die Zinslast verschlingt mittlerweile zwar fast ein Viertel der annualisierten Gewinne, der gewaltige Auftragsstau sichert dem Konzern jedoch eine starke Verhandlungsposition für die Refinanzierung der kommenden Quartale.

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