Oracle Aktie: Neue CFO, alte Schulden

Oracle ernennt Hilary Maxson zur neuen CFO, um die Kapitalallokation zu steuern, während das Unternehmen trotz Rekordwachstum mit hohen Schulden kämpft.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue CFO nach zwölfjähriger Vakanz ernannt
  • Starkes Umsatz- und Cloud-Wachstum im Quartal
  • Schuldenlast steigt auf über 124 Milliarden Dollar
  • Umfangreiche Stellenabbau- und Investitionspläne

Nach zwölf Jahren ohne eigenständigen Finanzvorstand hat Oracle heute Hilary Maxson als Chief Financial Officer berufen. Die frühere Group-CFO von Schneider Electric übernimmt die Rolle in einem Moment, in dem das Unternehmen gleichzeitig seinen stärksten Wachstumsschub seit 15 Jahren verzeichnet — und eine Schuldenlast trägt, die Anleger zunehmend beunruhigt.

Wachstum auf Pump

Die Zahlen sind beeindruckend: Im jüngsten Quartal legte der Umsatz um mehr als 20 Prozent zu, das Cloud-Segment wuchs um 44 Prozent, der KI-Infrastrukturbereich sogar um 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand — die sogenannten Remaining Performance Obligations — ist auf 553 Milliarden Dollar gestiegen, ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Kehrseite: Der aggressive Ausbau der Rechenzentren kostet. Die langfristigen Schulden kletterten von 85,3 auf rund 124,7 Milliarden Dollar. Für die laufenden Infrastrukturprojekte plant Oracle Investitionen von 50 Milliarden Dollar — allein um die eingegangenen Cloud-Verpflichtungen zu erfüllen.

Umbau auf mehreren Ebenen

Parallel zur Ernennung Maxsons vollzieht Oracle einen breiteren Führungswechsel. Safra Catz wechselt in die Rolle der Executive Vice Chair, die operative Führung liegt nun bei einem Co-CEO-Modell unter Clay Magouyrk, dem Maxson direkt berichtet. Ihr Vergütungspaket umfasst aktienbasierte Vergütungen im Wert von 26 Millionen Dollar — verknüpft mit Zeit- und Leistungszielen.

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Gleichzeitig baut Oracle weltweit zwischen 10.000 und 30.000 Stellen ab. Das Management bezeichnet die Maßnahme als Umschichtung hin zu KI-gestützten Prozessen, um Kapital für die 300-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit OpenAI freizusetzen.

Backlog muss sich auszahlen

Die Aktie notiert aktuell bei rund 146 Dollar — ein Rückgang von etwa 24 Prozent seit Jahresbeginn. Investoren zweifeln nicht am Wachstumspotenzial, wohl aber am Timing: Der rekordhohe Auftragsbestand hat sich bislang nicht in freien Cashflow übersetzt.

Genau das ist Maxsons zentrale Aufgabe: die Kapitalallokation so zu steuern, dass aus dem Papierversprechen von 553 Milliarden Dollar tatsächlich Rendite wird — ohne die Bilanz weiter zu belasten.

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