Oracle Aktie: Q4-Zahlen am 10. Juni erwartet

Oracle präsentiert Q4-Ergebnisse mit Fokus auf Cloud- und KI-Expansion. Analysten erwarten Gewinn von 1,96 Dollar je Aktie.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Q4-Zahlen am 10. Juni erwartet
  • Cloud-Umsatz wuchs um 44 Prozent
  • KI-Infrastruktur mit 243 Prozent Plus
  • Finanzierung von 50 Milliarden Dollar geplant

Oracle steht vor einer entscheidenden Woche. Am Mittwoch, den 10. Juni, legt der Softwarekonzern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2026 vor. Der Fokus liegt auf der Cloud-Sparte und den milliardenschweren KI-Investitionen.

Die Aktie schloss am Freitag bei 185,46 Euro – ein Tagesminus von fast neun Prozent. Auf Monatssicht liegt das Papier dennoch zwölf Prozent im Plus. Allerdings notiert es noch immer knapp 34 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 280,70 Euro, das im September 2025 erreicht wurde.

Rekordwachstum in der Cloud

Im dritten Quartal hatte Oracle den Gesamtumsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar gesteigert. Der Cloud-Umsatz schoss um 44 Prozent nach oben – getrieben durch KI-Infrastruktur (plus 243 Prozent) und Multicloud-Datenbanken (plus 531 Prozent). Der Auftragsbestand an vertraglich gebuchten künftigen Erlösen (RPO) erreichte 553 Milliarden Dollar. Ein massiver Puffer für die kommenden Quartale.

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Für Q4 stellt Oracle ein Umsatzplus von 19 bis 21 Prozent in Aussicht, das Cloud-Geschäft soll um 46 bis 50 Prozent zulegen. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,96 Dollar je Aktie bei Erlösen von 19,1 Milliarden Dollar. Oracle hat in den letzten vier Quartalen die Erwartungen jeweils übertroffen.

Heikle Finanzierungsfrage

Eine zentrale Baustelle bleibt die Finanzierung des KI-Ausbaus. Oracle hatte im Februar angekündigt, bis zu 50 Milliarden Dollar über Schulden und Eigenkapital aufnehmen zu wollen – und keine weiteren Anleihen 2026 darüber hinaus. Bisher sind davon rund 30 Milliarden Dollar über Bonds und Pflichtwandelanleihen eingesammelt.

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Management betont, dass große Kunden häufig Vorauszahlungen leisten oder Grafikprozessoren selbst kaufen. Das entlastet die Bilanz. Dennoch bleibt die Frage, wie schnell Oracle den gigantischen Auftragsbestand in freien Cashflow verwandeln kann.

Parallel dazu treibt der Konzern strategische Partnerschaften voran. Oracle Cloud Infrastructure (OCI) integriert sich in das Arm-AGI-CPU-Ökosystem – ein Schritt, der auf effizientere KI-Workloads abzielt. Und das geplante Rechenzentrum „Project Jupiter“ in New Mexico soll über 4.000 Baujobs und 1.500 Dauerstellen schaffen.

Am Mittwoch müssen die Zahlen liefern. Vom Ausmaß des Cloud-Wachstums und der Finanzierungsdisziplin hängt ab, ob die Aktie die jüngsten Verluste wettmachen kann.

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