Oracle steckt in einem massiven fundamentalen Konflikt. Während das operative Geschäft dank des KI-Booms historische Rekorde bricht, fürchten Investoren ausufernde Kosten und steigende Schulden. Nun rückt ein wichtiges juristisches Datum näher, das den stark gebeutelten Kurs weiter unter Druck setzen könnte.
Milliarden-Investitionen mit Folgen
Am 6. April endet die Frist für geschädigte Aktionäre, sich einer Sammelklage gegen den Softwarekonzern als Hauptkläger anzuschließen. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Management soll die enormen Kosten für den Aufbau der KI-Infrastruktur verschleiert haben. Tatsächlich musste Oracle im vergangenen Dezember einräumen, dass die Investitionsausgaben rund 15 Milliarden US-Dollar höher ausfallen werden als zuvor prognostiziert.
Kurz darauf zog sich mit Blue Owl Capital ein wichtiger Finanzierer aus einem geplanten 10-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum zurück. Sorgen um den freien Cashflow und die Schuldenlast ließen den Kurs in den vergangenen Monaten drastisch einbrechen. Aktuell notiert das Papier bei 126,78 Euro und damit mehr als 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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Volle Auftragsbücher
Den juristischen und finanziellen Sorgen stehen operativ herausragende Zahlen gegenüber. Im dritten Geschäftsquartal wuchs der Gesamtumsatz um 22 Prozent, während die Cloud-Erlöse sogar um 44 Prozent zulegten. Noch beeindruckender ist der Auftragsbestand, der sich auf 553 Milliarden US-Dollar mehr als vervierfacht hat.
Ein Nachfrageproblem existiert offensichtlich nicht. Der Markt zweifelt vielmehr daran, ob Oracle diesen massiven KI-Auftragsbestand schnell genug in profitable Umsätze umwandeln kann, bevor die aggressiven Investitionen zu einer echten Belastung für die Bilanz werden.
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Analysten bleiben optimistisch
Trotz des massiven Kursverfalls lassen sich Analysten von der aktuellen Unsicherheit kaum anstecken. Die überwältigende Mehrheit der Wall-Street-Experten rät weiterhin zum Kauf. Barclays rechnet sogar mit einer Verdreifachung des Umsatzes in den kommenden Jahren, da die Nachfrage nach KI-Rechenleistung das Angebot weiterhin deutlich übersteigt.
Für Aktionäre stehen nun kurzfristig mehrere handfeste Termine an:
– 6. April: Fristende für die Benennung der Hauptkläger
– 9. April: Ex-Tag für die Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar
– 16. Juni: Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen
Diese dichte Abfolge von Terminen zwingt den Markt in den kommenden Wochen zu einer klaren Neubewertung der aggressiven Investitionsstrategie.
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