Oracle hat eine der spektakulärsten Wochenrallyes seiner Börsengeschichte hinter sich. Rund 24 Prozent Kursgewinn in sieben Tagen — das ist kein normaler Rebound. Hinter dem Sprung stecken gleich mehrere handfeste Entwicklungen, die Oracles Rolle in der KI-Infrastruktur neu definieren.
16 Milliarden Dollar für Michigan
Der wohl größte Katalysator: Related Digital schließt eine milliardenschwere Finanzierung für ein riesiges Rechenzentrum in Saline Township, Michigan, ab. Das Projekt wird an Oracle vermietet und dient als Infrastruktur für OpenAI-Workloads — Teil der Stargate-Partnerschaft. Blackstone steuert zwei Milliarden Dollar als Eigenkapital bei, Bank of America führt das Fremdkapital in Höhe von 14 Milliarden Dollar an. Pimco verhandelt derzeit über eine Beteiligung an der Schuldenstruktur.
Kein Einzelfall. Oracle hat bereits einen 38-Milliarden-Deal für Rechenzentren in Texas und Wisconsin abgeschlossen, dazu 18 Milliarden für einen Standort in New Mexico.
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KI-Infrastruktur und neue Partnerschaften
Parallel dazu erweitert Oracle seine Vereinbarung mit Bloom Energy. Der Konzern sichert sich bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellenkapazität für seine KI-Infrastruktur. Auf der Softwareseite treibt Oracle seine Fusion Agentic Applications voran — KI-Agenten, die in Bereichen wie Finanzen, Lieferkette und HR eigenständig Entscheidungen treffen. Oracle Financial Services bringt ähnliche Agenten-Lösungen ins Firmenkundengeschäft: Treasury, Handelsfinanzierung, Kredit und Kreditvergabe.
Die Zahlen aus dem jüngsten Quartal unterstreichen den Schwung. Der Cloud-Infrastrukturumsatz wuchs um 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Multicloud-Datenbankumsatz legte sogar um 531 Prozent zu. Der Gesamtumsatz stieg um 21,7 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar.
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Schulden als Gegengewicht
Die Kehrseite ist erheblich. Oracle plant Investitionen von rund 50 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Die Gesamtverschuldung übersteigt 100 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow ist negativ. Das macht die Aktie empfindlich gegenüber steigenden Zinsen oder einer Abkühlung der KI-Nachfrage.
Der Kurs notiert mit 147,50 Euro rund 20 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt — trotz der jüngsten Erholung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro trennt die Aktie noch fast die Hälfte.
35 Analysten sehen im Konsens ein Kursziel von 261,29 Dollar. Für das laufende Quartal erwartet Oracle ein Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent. Der nächste Quartalsbericht folgt im Juni 2026 — dann wird sich zeigen, ob die Infrastrukturwetten die Gewinnentwicklung stützen oder die Schuldenlast das Bild trübt.
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