Oracle hat gestern Abend Zahlen präsentiert, die selbst hartgesottene Analysten überraschten. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 das stärkste kombinierte Umsatz- und Gewinnwachstum seit mehr als 15 Jahren – und die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von bis zu 15 Prozent.
Die Zahlen im Detail
Der Gesamtumsatz kletterte auf 17,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das Cloud-Geschäft zog an: Die Cloud-Infrastruktursparte erzielte 4,9 Milliarden Dollar Umsatz – ein Wachstum von 84 Prozent und damit eine deutliche Beschleunigung gegenüber den 68 Prozent im Vorquartal. Treiber ist die anhaltend starke Nachfrage nach Rechenkapazität für KI-Training und -Inferenz.
Der Nettogewinn stieg auf 3,72 Milliarden Dollar, nach 2,94 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Damit wuchsen sowohl Umsatz als auch bereinigter Gewinn je Aktie erstmals seit über 15 Jahren gleichzeitig um mehr als 20 Prozent.
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Besonders auffällig: Der Auftragsbestand mehr als vervierfachte sich auf 553 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dahinter stecken langfristige Verträge mit großen KI-Kunden, darunter Air France-KLM, Lockheed Martin und SoftBank.
Prognose angehoben, Schulden im Blick
Das Management hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 um eine Milliarde auf 90 Milliarden Dollar an – deutlich über den Analystenerwartungen von 86,6 Milliarden Dollar. Für das laufende vierte Quartal wird ein Umsatzwachstum von 19 bis 21 Prozent erwartet, beim Cloud-Umsatz sogar 46 bis 50 Prozent.
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Der Kurssprung kommt nach einem schwierigen Jahr: Bis Dienstag hatte die Aktie 2026 rund 23 Prozent verloren, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum kaum verändert war. Das Quartalsergebnis dreht die Stimmung nun spürbar.
Allerdings bleibt die Bilanz ein Thema. Oracle trägt aktuell rund 108 Milliarden Dollar Schulden – ein Niveau, das Ratingagentur Moody’s mit Baa2 bewertet, nur zwei Stufen über Ramschniveau. Für den geplanten Ausbau auf über zehn Gigawatt Rechenleistung in den nächsten drei Jahren hat Oracle im Februar eine Finanzierungsrunde von bis zu 50 Milliarden Dollar angekündigt, von denen bereits 30 Milliarden platziert wurden. Ob das Wachstum schnell genug kommt, um die Schuldenlast zu rechtfertigen, wird Investoren in den kommenden Quartalen beschäftigen.
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