Oracle treibt den Ausbau seines neuen Hauptquartiers in Nashville zügig voran. Parallel dazu schließt der Softwarekonzern am heutigen Dienstag sein viertes Geschäftsquartal ab, das eine bilanzielle Besonderheit bereithält. Erstmals wird sich die 15-prozentige Beteiligung an TikTok US in den Büchern niederschlagen und Investoren blicken gespannt auf die finanziellen Auswirkungen.
Ausbau in Nashville und Analystenlob
Cousins Properties bestätigte einen großflächigen, langfristigen Mietvertrag im Neuhoff-Viertel in Nashville. Damit erhöht Oracle seine Kapazität in der Stadt auf etwa 2.000 Arbeitsplätze. Die neuen Büros liegen in direkter Nachbarschaft zum geplanten, 4,5 Milliarden US-Dollar teuren Hauptquartier am Cumberland River.
Diese physische Expansion wird von der Wall Street positiv begleitet. Die Analysten von Bernstein bekräftigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 319 US-Dollar. Sie sehen bei der aktuellen Strategie erhebliches Aufwärtspotenzial für die Papiere.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Der TikTok-Faktor in der Bilanz
Mit dem heutigen Quartalsende rückt die Beteiligung an der nun unabhängigen TikTok US in den Mittelpunkt. Oracle wird den Anteil nach der Equity-Methode bilanzieren. Das bedeutet, dass der Umsatz der Video-App zwar nicht konsolidiert wird, ein proportionaler Anteil des Nettogewinns aber als nicht-operatives Einkommen in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließt.
Operativ lief es zuletzt ohnehin rund. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum der Cloud-Infrastruktur-Erlöse um 84 Prozent. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen sprangen im Jahresvergleich sogar um 325 Prozent nach oben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Diskrepanz zwischen operativer Stärke und Aktienkurs
Trotz der starken operativen Zahlen steht das Papier unter Druck. Aktuell notiert der Titel bei 121,84 Euro und weist damit einen deutlichen Abstand von über 56 Prozent zum 52-Wochen-Hoch auf.
Verantwortlich für die Zurückhaltung der Anleger sind in erster Linie Sorgen über die hohen Investitionskosten für die Künstliche Intelligenz. Der Markt befürchtet, dass die aggressiven Ausgaben für Rechenzentren den freien Cashflow und die Profitabilität belasten könnten.
Als kleinen Ausgleich zahlt das Management am 24. April eine Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie aus. Mit dem heutigen Quartalsabschluss richtet sich der Fokus der Investoren nun direkt auf die bevorstehende Zahlenvorlage, bei der die konkreten finanziellen Beiträge der TikTok-Beteiligung erstmals quantifizierbar sein werden.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


