Oracle Aktie: Wall Street rät zum Kauf

Oracle präsentiert autonome KI-Anwendungen und erhält eine Kaufempfehlung der Bank of America, während Investoren die hohe Verschuldung des Unternehmens im Blick behalten.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue autonome KI-Agenten treffen eigenständig Entscheidungen
  • Bank of America empfiehlt Kauf mit Kursziel von 200 Dollar
  • Hohe Schuldenlast von 124,7 Milliarden US-Dollar
  • Starkes Cloud-Wachstum von 84 Prozent im Quartal

Oracle vollzieht einen strategischen Wandel im Softwaregeschäft. Mit der Einführung autonom handelnder KI-Agenten will der Konzern über die Rolle reiner digitaler Assistenten hinauswachsen. Parallel dazu sorgt eine frische Kaufempfehlung der Bank of America für Aufsehen, während Investoren weiterhin die hohe Schuldenlast des Unternehmens kritisch beäugen.

Autonome KI statt reiner Assistenz

Auf einer Veranstaltung in London präsentierte das Management am Dienstag 22 neue sogenannte „Fusion Agentic Applications“. Diese KI-Agenten unterscheiden sich grundlegend von bisherigen Copiloten: Sie geben nicht nur Ratschläge, sondern treffen eigenständig Entscheidungen und führen diese direkt in den Unternehmensprozessen aus. Da die Werkzeuge tief in die bestehenden Sicherheits- und Freigabestrukturen von Oracle integriert sind, können sie Routineaufgaben wie die Personalplanung oder den automatisierten Forderungseinzug selbstständig abwickeln. Menschliches Eingreifen ist nur noch bei komplexen Ausnahmefällen vorgesehen.

Diese Entwicklung markiert einen architektonischen Umbruch. Softwareanbieter versuchen zunehmend, ihre Systeme von reinen Datenbanken zu aktiven Ausführungsplattformen weiterzuentwickeln. Um diesen Übergang zu beschleunigen, stellt Oracle die neuen Werkzeuge ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung und bietet Unternehmen eine Plattform, um eigene Agenten-Workflows über natürliche Spracheingaben zu programmieren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Bank of America sieht erhebliches Aufwärtspotenzial

Pünktlich zur Produktoffensive meldet sich die Bank of America mit einer positiven Einschätzung zurück. Analyst Tal Liani nahm die Bewertung mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 200 US-Dollar wieder auf. Er begründet diesen Schritt mit der massiven Nachfrage nach KI-Infrastruktur und verweist auf den enormen Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar.

Die Experten der Bank kalkulieren zwar mit negativen freien Cashflows und enormen Investitionsausgaben von rund 50 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026. Solche Vorabinvestitionen seien in technologischen Innovationszyklen jedoch üblich. Der Fokus der Analysten liegt stattdessen auf dem erwarteten Umsatzwachstum, das durch den Ausbau der Cloud-Kapazitäten in den kommenden Jahren Raten von bis zu 46 Prozent erreichen soll.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Spagat zwischen Wachstum und Schulden

An der Börse spiegelt sich diese ambivalente Lage wider. Mit einem aktuellen Kurs von 127,88 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 23 Prozent. Investoren sorgen sich vor allem um die langfristigen Schulden in Höhe von 124,7 Milliarden US-Dollar und die rasant steigenden Zinsaufwendungen. Operativ liefert der Konzern hingegen starke Argumente: Im abgelaufenen dritten Quartal wuchs der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur um 84 Prozent und damit nochmals schneller als im Vorquartal.

Das Management untermauert diesen Wachstumskurs mit einer konkreten Prognose. Für das im Mai 2027 endende Geschäftsjahr rechnet Oracle mit einem Umsatzsprung auf 90 Milliarden US-Dollar. Die zentrale Aufgabe besteht nun darin, die kapitalintensive Cloud-Infrastruktur schnell genug aufzubauen, um den gigantischen Auftragsbestand zeitnah in bilanzierbare Erlöse umzuwandeln.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Oracle

Oracle Jahresrendite