Milliarden für neue Rechenzentren, stornierte Server-Aufträge und nervöse Investoren. Bei Oracle prallen derzeit aggressive Expansionspläne und massive Marktskepsis aufeinander. Wedbush-Analyst Daniel Ives stellt sich nun gegen den Trend. Er sieht in dem massiven Ausbau kein Risiko, sondern eine strategische Neuausrichtung.
Ives startet die Bewertung der Oracle-Aktie mit „Outperform“ und einem Kursziel von 225 US-Dollar. Der Markt interpretiere den aktuellen Investitionszyklus völlig falsch. Laut dem Experten handelt es sich nicht um spekulative Ausgaben. Vielmehr seien die Investitionen durch feste Verträge abgesichert.
Im Zentrum dieser Strategie steht die Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Das flachere Netzwerkdesign bietet laut Wedbush Vorteile bei KI-Anwendungen. Es liefert schnellere Rechenleistung bei geringerer Latenz. Das senkt die Kosten beim Training großer KI-Modelle enorm.
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Die Auftragsbücher stützen diese These. Oracle hat sich verpflichtet, ab 2027 Rechenleistung an OpenAI zu liefern. Das Volumen liegt bei 300 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu integriert der Konzern die KI-Plattform von Nvidia in seine eigene Infrastruktur. Zur Finanzierung sammelt Oracle derzeit frisches Kapital ein. Einen Großteil der anvisierten Milliarden hat das Unternehmen bereits gesichert.
Stornierte Aufträge sorgen für Unruhe
Trotz der Großaufträge wächst die Skepsis an der Wall Street. Kürzlich stornierte Oracle eine Großbestellung beim Zulieferer Super Micro Computer. Dabei ging es um Server-Racks im Wert von über einer Milliarde US-Dollar. Die Folge: Morgan Stanley senkte das Kursziel. Die Analysten zweifeln an den Gewinnmargen im wachsenden GPU-as-a-Service-Geschäft. Hinzu kommt eine Sammelklage von Investoren wegen angeblich irreführender Aussagen zur KI-Strategie.
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Die Unsicherheit spiegelt sich im Aktienkurs wider. Aktuell notiert das Papier bei 148,62 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf rund elf Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht bei 20,7. Dieser extrem niedrige Wert signalisiert einen stark überverkauften Zustand. Die Aktie handelt ferner deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie.
Die entscheidende Hürde steht unmittelbar bevor. Oracle plant für das Geschäftsjahr 2026 Kapitalausgaben von rund 50 Milliarden US-Dollar. Das Management muss in der kommenden Berichtssaison beweisen, dass sich die Rekordaufträge in echtes Umsatzwachstum verwandeln lassen. Nur dann geht die Rechnung für die teure KI-Infrastruktur auf.
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