Orchid Island Capital legt vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Trotz des volatilen Zinsumfelds zeigt sich das Geschäftsmodell des Hypotheken-REITs robust. Für Einkommensinvestoren steht vor allem die Beständigkeit der Ausschüttungen im Fokus.

Stabile Ertragslage und Buchwert

Das geschätzte Nettoergebnis nach GAAP belief sich zum Stichtag auf 0,44 US-Dollar je Aktie. Davon stammten etwa 0,18 US-Dollar aus realisierten und unrealisierten Kursgewinnen. Diese resultierten vor allem aus den Beständen an hypothekenbesicherten Wertpapieren (RMBS) und derivativen Absicherungen.

Der Buchwert pro Aktie lag zum Quartalsende am 30. Juni bei 7,22 US-Dollar. In diesem Zeitraum erwirtschaftete das Unternehmen eine Eigenkapitalrendite von 6,2 Prozent. Die Dividende für das abgelaufene Vierteljahr beläuft sich auf insgesamt 0,30 US-Dollar.

Milliarden-Portfolio unter der Lupe

Das RMBS-Portfolio erreichte zum Ende des Berichtszeitraums einen fairen Marktwert von 11,54 Milliarden US-Dollar. Die Bestände bestehen zu etwa gleichen Teilen aus staatlich garantierten Papieren von Fannie Mae und Freddie Mac. Zur Refinanzierung nutzt Orchid Island Repo-Kredite im Volumen von 11,09 Milliarden US-Dollar.

Die durchschnittlichen Kosten für diese Kredite liegen bei 3,77 Prozent. Parallel dazu stieg die Anzahl der ausstehenden Aktien auf rund 199,6 Millionen Stück. Für künftige Kurspflege darf der Vorstand bis zu 25 Millionen Anteile über den Markt zurückkaufen.

Die monatliche Dividende verharrt stabil bei 0,10 US-Dollar pro Anteilsschein. Der nächste Ex-Tag ist für den 31. Juli 2026 angesetzt. Aktionäre erhalten die Gutschrift am 28. August 2026.