Die Beteiligungsgesellschaft Oxford Square Capital hat die Weichen für die Ausschüttungen bis zum Jahresende gestellt. Während das Unternehmen bei den laufenden Erträgen im zweiten Quartal eine Steigerung verzeichnete, stand der Nettoinventarwert zuletzt unter Druck. Anleger blicken nun auf die bestätigten Zahlungen für die kommenden Monate und die Auswirkungen der jüngsten Kapitalmaßnahmen.

Kontinuität bei den monatlichen Ausschüttungen

Das Board of Directors von Oxford Square Capital hat die monatlichen Dividenden für das vierte Quartal 2026 festgelegt. Für die Monate Oktober, November und Dezember wurde eine Ausschüttung von jeweils 0,035 US-Dollar pro Aktie beschlossen. Damit setzt das Unternehmen seine Politik der regelmäßigen monatlichen Zahlungen fort, was in der aktuellen Marktphase ein Signal der Kontinuität an die Anteilseigner sendet.

Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer gemischten Bilanz des zweiten Quartals. Zwar konnte die Gesellschaft ihre Erträge stabilisieren, doch die Bewertung des Portfolios spiegelt sich in einem gesunkenen inneren Wert wider.

Der Nettoinvestitionsertrag (NII) belief sich im zweiten Quartal auf 5,1 Millionen US-Dollar, was 0,05 US-Dollar je Aktie entspricht. Im vorangegangenen ersten Quartal lag dieser Wert noch bei 4,1 Millionen US-Dollar. Damit deckt der laufende Ertrag die angekündigten Ausschüttungen rechnerisch ab.

Rückgang beim Nettoinventarwert und Kapitalmaßnahmen

Trotz der gestiegenen operativen Erträge verzeichnete Oxford Square Capital einen Rückgang beim Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie. Dieser sank zum Ende des zweiten Quartals auf 1,29 US-Dollar, nachdem er im ersten Quartal noch mit 1,32 US-Dollar ausgewiesen worden war. Dieser Rückgang verdeutlicht die Herausforderungen im Marktumfeld, in dem die Bewertungen der gehaltenen Beteiligungen unter Schwankungen leiden.

Parallel zur operativen Entwicklung nutzte das Unternehmen den Kapitalmarkt zur Liquiditätssicherung. Im Rahmen eines sogenannten „At-the-Market“-Programms (ATM) gab die Gesellschaft im zweiten Quartal rund 11,3 Millionen neue Aktien aus.

Durch diese Maßnahme flossen Oxford Square Capital Nettoerlöse in Höhe von 17,8 Millionen US-Dollar zu. Solche Kapitalerhöhungen dienen in der Regel dazu, die finanzielle Basis für neue Investitionen zu stärken, führen jedoch kurzfristig zu einer Erhöhung der Anzahl der ausstehenden Anteile.

Kursentwicklung im laufenden Jahr

An der Börse spiegeln sich die Unsicherheiten über die künftige Wertentwicklung des Portfolios deutlich wider. Der Aktienkurs verzeichnete seit Jahresbeginn einen Rückgang von 24 Prozent. Am gestrigen Donnerstag schloss das Papier bei 1,15 Euro. In den vergangenen 30 Tagen setzte sich die negative Tendenz fort, wobei der Wert um 15 Prozent nachgab.

Anleger wägen derzeit ab, ob die stabilen Dividendenzusagen den Rückgang des Nettoinventarwerts und die Verwässerungseffekte durch die neuen Aktien kompensieren können. Die weitere Entwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich der NAV in den kommenden Berichtsperioden stabilisieren kann und wie effektiv das neu zugeflossene Kapital aus dem ATM-Programm investiert wird.