Oxford Square Capital hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Rückgang des Nettoinventarwerts abgeschlossen. Während das Marktumfeld für Leveraged Loans von Volatilität geprägt bleibt, setzt das Management auf eine klare Dividendenpolitik. Doch kann die stabile Ausschüttung den schleichenden Substanzverlust für Anleger wirklich ausgleichen?
Belastungen durch Marktwertverluste
Der Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie sank zum 31. Dezember 2025 auf 1,69 US-Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wert von 2,30 US-Dollar zum Ende des Vorjahres. Haupttreiber dieser Entwicklung waren realisierte und unrealisierte Verluste bei den Investments, die sich allein im vierten Quartal auf insgesamt 18,3 Millionen US-Dollar summierten. Diese Wertberichtigungen wogen deutlich schwerer als das Nettoanlageergebnis, das bei rund 5,4 Millionen US-Dollar oder 0,07 US-Dollar pro Aktie lag.
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An der Börse spiegelt sich dieser Trend wider: Die Aktie notiert mit 1,60 Euro derzeit rund 37 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Zwar liegt der Kurs aktuell leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,56 Euro, doch der deutliche Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt unterstreicht den anhaltenden Druck auf den Titel.
Strategischer Fokus und Liquidität
Um die Bilanz in einem schwierigen Marktfeld zu stabilisieren, hat das Unternehmen Kapitalmaßnahmen ergriffen. Durch die Ausgabe von rund 4,3 Millionen neuen Aktien im Rahmen eines „At-the-Market“-Programms flossen dem Unternehmen netto 7,9 Millionen US-Dollar zu. Dennoch stieg der Verschuldungsgrad leicht an; das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital kletterte zum Quartalsende auf 1,07x.
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Das Management konzentriert sich bei Neuinvestitionen verstärkt auf vorrangig besicherte B2B-Kredite, um das Risiko im Portfolio zu begrenzen. Dass die Portfoliorenditen zuletzt leicht sanken – insbesondere bei CLO-Equity-Investments auf 8,6 Prozent –, verdeutlicht jedoch die Herausforderungen im aktuellen Zins- und Marktumfeld.
Trotz der bilanziellen Belastungen schafft Oxford Square Capital bei den Ausschüttungen Planungssicherheit. Für das zweite Quartal 2026 wurden bereits monatliche Dividenden von 0,035 US-Dollar pro Aktie für die Monate April, Mai und Juni deklariert. Damit setzt das Unternehmen vorerst auf Kontinuität bei der Gewinnverwendung, während die Stabilisierung des Substanzwerts die zentrale operative Aufgabe für das laufende Jahr bleibt.
- Schlusskurs Freitag: 1,60 €
- Change 12 Monate: -37,70%
- 52-Wochen-Hoch: 2,56 € (10.03.2025)
- 50-Tage-Durchschnitt: 1,56 €
- 200-Tage-Durchschnitt: 1,72 €
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