Palantir: 2,3 Milliarden für Maven-Ausbau

Palantir profitiert von Milliarden-Investitionen des Pentagons in das KI-System Maven, steht aber vor der Herausforderung einer extrem hohen Aktienbewertung.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Pentagon plant 2,3 Milliarden für Maven
  • US-Behördenumsatz wuchs um 66 Prozent
  • Aktie seit Jahresbeginn rund 17 Prozent im Minus
  • Händler erwarten Kurssprung von fast elf Prozent

Palantir startet mit starkem Rückenwind in das lange Wochenende. Das Pentagon plant massive Investitionen in das KI-gestützte Militärsystem Maven. Zeitgleich rüsten sich Händler für die anstehenden Quartalszahlen am Montag. Die Fallhöhe für die Aktie ist enorm.

Vom Pilotprojekt zum Dauerauftrag

Die US-Regierung will das System fest in den Verteidigungshaushalt integrieren. Ein internes Memo bestätigt den Status als offizielles Rekordprogramm. Damit fließt das Geld künftig automatisch im jährlichen Budgetzyklus. Für Palantir bedeutet das langfristige Planungssicherheit.

Konkret fordert das Pentagon 2,3 Milliarden US-Dollar für die nächsten fünf Jahre. Maven analysiert Schlachtfelddaten und unterstützt die KI-gestützte Zielerfassung. Bereits im Vorjahr stockte die Armee einen bestehenden Vertrag auf 1,3 Milliarden US-Dollar auf.

Zusätzlich bündelte das Militär kürzlich zahlreiche Einzelverträge zu einem Rahmenabkommen. Das Volumen liegt bei bis zu zehn Milliarden US-Dollar. Palantir spielt damit endgültig in der Liga von Boeing und Lockheed Martin. Konkurrenten aus dem zivilen KI-Sektor haben hier das Nachsehen. Geheime Regierungsnetzwerke laufen nicht über kommerzielle Schnittstellen.

Wachstum trifft auf Bewertungsrisiken

Das Geschäft brummt auf beiden Seiten. Im vergangenen Quartal wuchs der US-Behördenumsatz um 66 Prozent. Der kommerzielle Sektor legte sogar noch deutlich stärker zu. Für das laufende Jahr peilt das Management ein Umsatzwachstum von gut 60 Prozent an.

Kritiker verweisen auf die ambitionierte Bewertung. Palantir startete mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 100 in das Jahr. Historisch gesehen konnte kein Branchenführer dauerhaft ein KUV von über 30 rechtfertigen. Kurz gesagt: Ein perfektes Quartal ist Pflicht.

An der Börse hinterlässt diese Skepsis Spuren. Die Aktie ging am Donnerstag bei 118,52 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 17 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zum Jahreshoch bleibt mit 34 Prozent beträchtlich.

Nach den letzten vier Quartalsberichten reagierte die Aktie heftig. Die Papiere gewannen in der Spitze acht Prozent. Im schlechtesten Fall verloren sie zwölf Prozent an Wert. Die Volatilität bleibt hoch.

Am Montagabend nach US-Börsenschluss präsentiert Palantir die neuen Zahlen. Analysten erwarten einen Umsatz von 1,54 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll sich im Jahresvergleich mehr als verdoppeln. Der Optionsmarkt rechnet mit massiven Kursschwankungen. Händler preisen eine Bewegung von fast elf Prozent in beide Richtungen ein.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 1. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Palantir

Palantir Jahresrendite