Palantir: $32,5-Milliarden-SMART-Ausschreibung

Palantir konkurriert um FAA-Großauftrag für KI-Luftverkehr. Trotz hoher Bewertung und Kursrückgang setzt der Konzern auf zivile Regierungsdeals.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • FAA plant KI-gestütztes Flugverkehrssystem
  • Palantir konkurriert mit Thales um SMART-Projekt
  • Zivile Behördenaufträge als neue Wachstumssäule
  • Quartalszahlen am 4. Mai unter hohen Erwartungen

Palantir steht vor entscheidenden Tagen. Kurz vor den Quartalszahlen greift der Datenkonzern nach einer zentralen Rolle im zivilen US-Luftverkehr. Ein neuer Regierungsauftrag könnte das Wachstum weiter befeuern. Das ist auch dringend nötig. Die hohe Bewertung der Aktie verzeiht keine Fehler.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA baut ihr Flugverkehrsmanagement um. Das neue KI-gestützte System heißt SMART. Es soll Konflikte im Luftraum bis zu zwei Stunden im Voraus erkennen. Bisher liegt diese Zeitspanne bei 15 Minuten. Palantir konkurriert bei diesem Projekt mit Thales und Airspace Intelligence. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Modernisierung. Das Gesamtbudget der FAA dafür liegt bei rund 32,5 Milliarden US-Dollar.

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Palantir hat dabei gute Karten. Die FAA nutzt bereits die Foundry-Software des Unternehmens. Anfang April legte sich die Behörde offiziell fest. Nur Palantir könne die nötige Datenmodernisierung ohne Verzögerungen liefern. Der Zuschlag für diese sechsmonatige Integrationsphase wird für den 1. Mai erwartet.

Zivile Behörden als Wachstumstreiber

Der Vorstoß bei der FAA passt ins Bild. Palantir gewinnt zunehmend zivile Regierungsaufträge. Erst Ende April sicherte sich der Konzern einen Rahmenvertrag mit dem US-Landwirtschaftsministerium. Das Volumen liegt bei 300 Millionen US-Dollar. Zuvor half Palantir der Behörde bereits bei einem milliardenschweren Hilfsprogramm für Landwirte. Analyst John McPeake von Rosenblatt sieht das Momentum positiv. Er hält ein Wachstum der Regierungsumsätze von 58 Prozent in diesem Jahr für realistisch.

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Trotz der vollen Auftragsbücher steht die Aktie unter Druck. Das Papier notiert gut 30 Prozent unter dem Rekordhoch vom vergangenen November. Der Grund: die extreme Bewertung. Investoren zahlen aktuell das 111-fache des erwarteten Gewinns. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 77. Andere Software-Werte wie Adobe oder Salesforce haben in diesem Jahr bereits deutlich korrigiert. Palantir spürt diesen branchenweiten Gegenwind ebenfalls.

Hohe Erwartungen vor den Zahlen

Am 4. Mai legt Palantir die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Das Management peilt einen Umsatz von bis zu 1,53 Milliarden US-Dollar an. Der bereinigte operative Gewinn soll bei rund 870 Millionen US-Dollar liegen. Die Investmentbank Morgan Stanley erwartet, dass Palantir diese Prognosen übertrifft und den Jahresausblick anhebt. Das allein reicht aber kaum aus. Da der Markt ohnehin herausragende Zahlen einpreist, braucht es eine deutliche Übererfüllung für weitere Kursgewinne.

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Über Dieter Jaworski 3582 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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