Starkes Wachstum, extreme Bewertung. Bei Palantir klaffen operative Erfolge und Marktskepsis weit auseinander. Am 4. Mai legt der Softwarekonzern seine Zahlen für das erste Quartal vor. Dieser Termin wird zum ultimativen Härtetest für die teure Aktie.
Das operative Fundament wächst
Operativ liefert das Unternehmen beeindruckende Raten. Im Schlussquartal 2025 kletterte der Umsatz auf 1,41 Milliarden US-Dollar. Besonders das US-Geschäft mit Firmenkunden explodierte mit einem Plus von 137 Prozent.
Ein starker Anker bleibt das Regierungsgeschäft. Das „Maven Smart System“ ist mittlerweile ein offizielles Programm des US-Verteidigungsministeriums. Solche tief integrierten Aufträge sichern dauerhafte Einnahmen und verdrängen kurzfristige Ausschreibungen. Das schlägt sich in der Profitabilität nieder. Die Gewinnmarge lag zuletzt bei starken 41 Prozent.
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Analysten zwischen Euphorie und Vorsicht
Für das anstehende Quartal liegen die Erwartungen hoch. Die Prognosen des Managements decken sich weitgehend mit den Schätzungen der Wall Street:
- Umsatz: 1,54 Milliarden US-Dollar (+74 Prozent)
- Gewinn je Aktie: 0,28 US-Dollar
- Operatives Ergebnis: rund 872 Millionen US-Dollar
Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander. Morgan Stanley sieht Potenzial für eine angehobene Jahresprognose und ruft ein Kursziel von 205 US-Dollar auf. Mizuho senkte das Ziel kürzlich leicht auf 185 US-Dollar. Die Analysten begründen dies mit einer schwankenden Nachfrage im Bereich Cybersicherheit.
Die Bewertung als Bremsklotz
Die größte Hürde für Investoren bleibt der Preis. Palantir wird aktuell mit dem 111-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei extremen 85. Das ist der höchste Wert unter allen großen Softwareanbietern.
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Insider nutzen dieses Niveau offenbar für Kasse. In den vergangenen drei Monaten verkaufte das Management Aktien im Wert von knapp 433 Millionen US-Dollar. Kein Wunder. Die Aktie notiert aktuell bei 129,08 Euro und damit fast 30 Prozent unter ihrem Rekordhoch vom vergangenen November.
Seit Jahresbeginn verlor das Papier knapp zehn Prozent an Wert. Immerhin: Auf Wochensicht gelang eine Erholung von gut sieben Prozent. Damit kletterte der Kurs wieder über die 50-Tage-Linie bei 123,11 Euro.
Das Management hat in der jüngeren Vergangenheit Vertrauen aufgebaut. Nach mehreren Enttäuschungen im Jahr 2022 übertraf Palantir die Schätzungen zuletzt regelmäßig. Oft lagen die Gewinne deutlich über den eigenen Prognosen. Am 4. Mai muss der Konzern diese Serie fortsetzen. Nur ein klares Übertreffen der Erwartungen rechtfertigt die aktuelle Prämie.
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