Das war kein gewöhnlicher Quartalsbericht. Palantir hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar gesteigert — und damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 1,54 Milliarden Dollar gerechnet hatten, deutlich übertroffen. Das elfte Quartal in Folge mit beschleunigtem Wachstum.
Das Besondere diesmal: Der US-Markt brach erstmals seit dem Börsengang die Schallmauer von 100 Prozent Jahreswachstum. Gesamterlöse aus dem Heimatmarkt kletterten auf 1,28 Milliarden Dollar — ein Plus von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Amerika dreht auf
Hinter dem US-Wachstum stecken zwei gleichermaßen starke Motoren. Das Regierungsgeschäft — darunter Verträge mit Pentagon, Heimatschutzministerium und Geheimdiensten — legte um 84 Prozent auf 687 Millionen Dollar zu. Besonders das Maven-System, das Schlachtfelddaten analysiert und Zielerfassungen unterstützt, soll zum festen Programm des US-Militärs werden.
Noch beeindruckender wuchs das Geschäft mit Unternehmenskunden: plus 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar. Die Zahl der US-Firmenkunden stieg auf 615, und im Quartal wurden 206 Verträge im Wert von mindestens einer Million Dollar abgeschlossen — darunter 47 Deals oberhalb von zehn Millionen Dollar.
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CEO Alex Karp brachte die Lage mit einem Satz auf den Punkt: Die Nachfrage in den USA sei aktuell größer, als das Unternehmen bewältigen könne.
Profitabilität auf neuem Niveau
Neben dem Umsatzwachstum lieferte Palantir auch bei der Marge Historisches. Die bereinigte operative Marge erreichte 60 Prozent, kombiniert mit dem 85-prozentigen Wachstum ergibt das einen sogenannten Rule-of-40-Wert von 145 — unter den Top-100-Unternehmen nach Marktkapitalisierung eine Ausnahmestellung.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,33 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,28 Dollar um rund 18 Prozent. Der freie Cashflow auf bereinigter Basis erreichte 925 Millionen Dollar — eine Marge von 57 Prozent. Die Bilanz zeigt 8,0 Milliarden Dollar in Cash und kurzfristigen Staatsanleihen, keinerlei Schulden.
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Prognose kräftig angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen nun Erlöse zwischen 7,65 und 7,66 Milliarden Dollar — ein deutlicher Sprung gegenüber der vorherigen Prognose von 7,18 bis 7,20 Milliarden Dollar. Allein das US-Kommerzgeschäft soll auf über 3,22 Milliarden Dollar wachsen, was einem Anstieg von mindestens 120 Prozent entspräche.
Für das zweite Quartal 2026 peilt Palantir Erlöse zwischen 1,797 und 1,801 Milliarden Dollar an — erheblich mehr als die 1,68 Milliarden Dollar, mit denen Analysten gerechnet hatten.
Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem moderaten Aufschlag von rund 1,5 Prozent auf etwa 147,83 Dollar. Beim aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 234 bleibt die Bewertung freilich Glaubenssache — die operativen Zahlen selbst geben jedenfalls wenig Anlass zur Kritik.
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