Palantir Aktie: Bewertungsdruck bleibt hoch

Palantirs Aktie verliert an Wert, obwohl Umsatz und Gewinn stark wachsen. Die hohe Bewertung und zunehmender KI-Wettbewerb bleiben zentrale Herausforderungen für den Softwarekonzern.

Palantir Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust nach Social-Media-Post von Michael Burry
  • Umsatzwachstum von 70 Prozent im letzten Quartal
  • Forward-KGV liegt deutlich über Branchendurchschnitt
  • Analysten uneins bei Kaufempfehlungen

Palantir hat in den vergangenen Wochen einen erheblichen Teil seiner Bewertungsprämie eingebüßt. Das Forward-KGV fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 100 — zum ersten Mal seit rund einem Jahr. Seitdem hat sich die Kennzahl zwar etwas erholt, liegt aber weiterhin deutlich unter den Niveaus der vergangenen zehn Monate.

Auslöser des jüngsten Kursrückgangs war ein gelöschter Social-Media-Post des bekannten Investors Michael Burry. Darin behauptete er, Konkurrent Anthropic verdränge Palantir bei Unternehmenskunden — mit günstigeren und einfacher zu bedienenden Tools. Burry verwies auf einen Anstieg des annualisierten Wiederkehrenden Umsatzes von Anthropic auf angeblich 30 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor am Donnerstag 7,3 Prozent auf 130,49 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit rund 90,8 Millionen Aktien etwa 82 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt.

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Starke Zahlen, aber eine Frage des Preises

Die operative Entwicklung steht dazu in einem auffälligen Kontrast. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar — die zehnte Beschleunigung in Folge. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie kletterte um 79 Prozent auf 0,25 Dollar. Die Kundenzahl wuchs um 34 Prozent, das abgeschlossene Vertragsvolumen überstieg erstmals vier Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet die Wall Street einen Gewinnanstieg von 75 Prozent auf 1,31 Dollar je Aktie — ein Konsens, der seit Jahresbeginn selbst um 30 Prozent nach oben revidiert wurde.

Trotzdem bleibt die Bewertung außergewöhnlich: Aktuell wird die Aktie mit dem rund 235-fachen des nachlaufenden Gewinns und dem 112-fachen der Gewinnschätzungen für 2026 gehandelt. Zum Vergleich: Der Median der Softwarebranche liegt beim 17-fachen Forward-KGV.

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Analysten uneins, Wettbewerb nimmt zu

Unter den 28 Analysten, die die Aktie beobachten, sind 16 mit „Kaufen“ positioniert, 10 mit „Halten“ und 2 mit „Verkaufen“. Die Aktie verzeichnete im vergangenen Jahr 33 Kursbewegungen von mehr als fünf Prozent — eine Volatilität, die sowohl Optimisten als auch Skeptiker zur Vorsicht mahnt.

Zusätzlichen Druck erzeugt der bevorstehende Börsengang eines weiteren großen KI-Anbieters, der die Wettbewerbsdiskussion weiter befeuern dürfte. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 207,18 Dollar aus dem November 2025 notiert die Aktie aktuell rund 36,5 Prozent tiefer. Solange das Forward-KGV weit über dem Branchendurchschnitt liegt und der Wettbewerb im Enterprise-KI-Markt zunimmt, bleibt der Bewertungsdruck das zentrale Thema für die Aktie.

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