Michael Burry reduziert den Druck auf Palantir. Der berühmte Investor hat seine Short-Position bei dem Datenkonzern halbiert. Die Börse reagiert prompt auf diesen Rückzug. Am Freitag sprang die Aktie um 5,35 Prozent auf 99,40 Euro.

Burrys Skepsis lastete wochenlang schwer auf dem Kurs. Nun deckte er einen Teil seiner Leerverkäufe ein. Er gibt seine Bedenken aber nicht komplett auf. Laut Berichten hält Burry weiterhin Put-Optionen mit Laufzeiten bis Ende 2027.

Für Palantir kommt die Atempause zur rechten Zeit. Erst am Mittwoch markierte der Kurs ein 52-Wochen-Tief bei 93,30 Euro. Ein bitterer Meilenstein. Trotz der jüngsten Erholung bleibt das Chartbild stark angeschlagen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 30 Prozent.

Neue Allianz für KI-Infrastruktur

Parallel dazu baut Palantir sein kommerzielles Geschäft aus. Der Konzern meldet eine strategische Partnerschaft mit Zeta Global. Zeta wird seine Daten-Cloud künftig auf der Palantir-Plattform Foundry betreiben.

Diese Kooperation zielt auf den Ausbau der KI-Infrastruktur ab. Zeta erhofft sich dadurch mittelfristig zusätzliche Jahresumsätze von 100 Millionen US-Dollar. Analysten werten den Deal als strategisch sinnvoll. Kurzfristige finanzielle Sprünge erwarten sie jedoch nicht.

Starkes Wachstum, schwacher Kurs

Operativ liefert Palantir beeindruckende Zahlen. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar. Das US-Geschäft mit Firmenkunden wuchs sogar um 133 Prozent.

Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf gut 7,6 Milliarden US-Dollar an. Die Diskrepanz zur Aktie bleibt enorm. Der Kurs notiert weit unter der 200-Tage-Linie. Vom Rekordhoch bei knapp 180 Euro im November ist das Papier meilenweit entfernt.

Blick auf die neue Woche

In der neuen Handelswoche steht die Erholung auf dem Prüfstand. Makroökonomische Daten rücken in den Fokus. Am Donnerstag veröffentlicht die US-Regierung den Arbeitsmarktbericht für den Juni.

Dieser Termin fällt wegen des amerikanischen Unabhängigkeitstages einen Tag vor. Die Zahlen dürften die Stimmung für hoch bewertete Tech-Titel maßgeblich prägen. Hält die Unterstützung am jüngsten Tief nicht, droht der nächste Abverkauf.