Die Palantir-Aktie nahm am Freitag noch einmal 4,4 % von der Uhr und beendete den Handel bei nur 116,48 Euro. Damit hat sich das US-Unternehmen eine schwache Vorlage für die neue Woche zurechtgelegt. Auf Wochensicht beträgt das Minus 13,09 %, während seit Jahresbeginn ein Rückgang von 25,86 % zu Buche steht. Die aktuelle Kursentwicklung steht damit im Kontrast zu einer Reihe neuer Unternehmensmeldungen aus dem kommerziellen (also dem nicht-staatlichen) Geschäft.
Im Mittelpunkt steht die AIPCon 10 in Miami. Dort stellte Palantir mehrere neue Kundenprojekte vor und kündigte zusätzliche Partnerschaften an. Besonders hervor stach die Zusammenarbeit mit der internationalen Wirtschaftskanzlei Kirkland & Ellis. Die Kanzlei will künftig Palantirs KI-Plattform für Private-Equity-Transaktionen, Vertragsanalysen und datenintensive Entscheidungsprozesse einsetzen.
Ebenfalls neu ist die mehrjährige Vereinbarung mit McCarthy Building Companies. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Betriebssystems für die Bauindustrie auf Basis der Artificial Intelligence Platform. Damit erweitert Palantir seine Kundenbasis in einem weiteren industriellen Anwendungsfeld.
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Palantir: Nicht nur Staaten als Kunden
Zusätzlich gab das Unternehmen die Integration des Gemini-Modells von Google bekannt. Parallel wurde mit GNP Seguros der erste öffentlich bestätigte Gewerbekunde in Mexiko vorgestellt. Die Meldungen zeigen, dass Palantir seine KI-Plattform zunehmend außerhalb klassischer Regierungs- und Verteidigungsaufträge vermarktet.
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich der Tendenz nach aus stark. Im ersten Quartal erzielte Palantir einen Umsatz von 1,633 Milliarden Dollar. Besonders stark entwickelte sich das US-Gewerbegeschäft, dessen Erlöse um 133 % auf 595 Millionen Dollar stiegen. Der bereinigte freie Cashflow erreichte 925 Millionen Dollar, was einer Marge von 57 % entspricht.
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Daher hob das Management die Jahresprognose erneut an. Der Mittelpunkt der Umsatzprognose für 2026 liegt nun bei 7,66 Milliarden Dollar. Für das laufende zweite Quartal erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 1,79 und 1,80 Milliarden Dollar.
Unter Analysten bleibt insbesondere Wedbush optimistisch. Das Haus betonte zuletzt, dass die Ausweitung der KI-Anwendungsfälle die Wettbewerbsposition des Unternehmens stärke. Gleichzeitig hält Wedbush an seinem Kursziel von 230 Dollar fest. Damit wären über 70 % drin. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Aktie vergleichsweise teuer bewertet ist.
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