Mehr als 40 % Kursgewinn seit den Zahlen zum zweiten Quartal stehen bei Palantir einem aktuellen Rückgang von lediglich 0,45 % gegenüber. Rund 161 Euro kostet die Aktie inzwischen. Der kleine Abschlag fällt innerhalb der vorherigen Rally kaum ins Gewicht.

Im Mittelpunkt steht mittlerweile eine Jahresprognose von 8,15 Milliarden Dollar Umsatz. Diese Anhebung hat dem Kurs zusätzliche Unterstützung geliefert. Mindestens ebenso interessant ist die Entwicklung innerhalb des US-Geschäfts. Denn dort war bis dato die große Abhängigkeit von den Entscheidungen der Regierung ein Engpass bei der Bewertung des Titels.

Palantir: Die Privaten werden hier wichtiger. Dies ist ein gutes Zeichen

Palantir erzielt einen immer größeren Teil seiner Erlöse mit privaten Unternehmen. Dieses Geschäft nähert sich inzwischen beim Umsatz dem Bereich mit der US-Regierung an. Die Abhängigkeit von öffentlichen Auftraggebern nimmt damit ab. Derzeit ist allerdings das Auftragsvolumen durch die Behörden unverändert noch recht hoch.

Für die Börse entsteht eine neue Rechnung. Palantir kann künftig stärker als kommerzieller Softwareanbieter betrachtet werden. Gleichzeitig setzt der Aktienkurs bereits hohe Wachstumsraten voraus. Nach mehr als 40 % Plus innerhalb weniger Wochen sind klassische Bewertungskennzahlen entsprechend anspruchsvoll.

Analysten rechnen teilweise mit weiteren Kurssteigerungen. Entscheidend wird sein, ob Palantir die auf 8,15 Milliarden Dollar angehobene Umsatzprognose erreicht und das Geschäft mit US-Unternehmen weiter schnell ausbaut.

Bei 161 Euro und nur 0,45 % Tagesverlust bleibt der vorherige Aufwärtslauf vollständig sichtbar. Der nächste größere Impuls dürfte deshalb weniger von einzelnen Handelstagen als von den kommenden Umsatz- und Auftragszahlen ausgehen. Die sollten dann erneut die Chance zeigen, dass es wirtschaftlich für das Unternehmen in ähnlichem Tempo weitergeht.